5.000 € anlegen: Tipps zu den besten Geldanlagen

Von Mauritius Kloft – aktualisiert am 12.04.2024

5.000 Euro anzulegen, ist gar nicht einmal so einfach: Denn mit sicheren Anlageprodukten wie dem klassischen
Sparbuch
können Sie kaum Erträge erwirtschaften. Sie als Anlegerin oder Anleger benötigen eine durchdachte Strategie, um Ihr
Kapital optimal anzulegen und finanzielle Freiheit zu erlangen.

Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Sie mit 5.000 Euro beginnen können, langfristig ein Vermögen aufzubauen.


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5.000 Euro richtig anlegen: Was sollten Sie wissen?

5.000 Euro können Sie auf unterschiedlichste Weise anlegen. Welcher der ideale Weg für Sie ist,
hängt von Ihren
individuellen Präferenzen ab. Stellen Sie sich deshalb folgende Fragen:

Rendite Wie viel Rendite möchte ich erhalten?
Risiko Wie hoch darf das Risiko sein, dass ich eingehe?
Anlagehorizont Wie lange möchte (bzw. kann) ich den angelegten Betrag von 5.000 Euro entbehren?[1]
Schulden tilgen und Notgroschen bereithalten

Der erste und sinnvollste Schritt, Ihre 5.000 Euro zu nutzen, ist es, wenn Sie vorhandene Schulden tilgen
und
einen Notgroschen zurücklegen. Sie sollten lediglich den Betrag investieren, der danach übrigbleibt.

Kurzfristig 5.000 Euro anlegen

Benötigen Sie Ihre 5.000 Euro innerhalb der nächsten fünf Jahre, sollten Sie sich für eine kurzfristige und recht
flexible Anlageform entscheiden. Folgende Möglichkeiten haben Sie in diesem Fall:

1. Tagesgeld

Auf ein Tagesgeldkonto können Sie jederzeit zugreifen. Außerdem ist Ihr Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung
geschützt. Tagesgeld ist sehr flexibel[2]. Das
Problem: Die Zinsen auf Tagesgeld sind aktuell recht gering. Das führt im
Zweifelsfall dazu, dass die Inflation Ihre Zinseinnahmen übersteigt. In diesem Fall sinkt der reale Wert Ihres Geldes,
da die Kaufkraft nachlässt. Statt 5.000 Euro zu vermehren, verlieren Sie in einem solchen Fall effektiv Geld.

2. Festgeld

Ähnlich wie bei Tagesgeld handelt es sich bei Festgeld um eine sichere Anlageform. Auf einem
Festgeldkonto legen Sie Ihr
Geld für eine vorher festgelegte Zeit gegen Zahlung eines festen Zinssatzes an – und können zumindest ein wenig vom
Zinseszinseffekt profitieren. Aufgrund der Einlagensicherung handelt es sich um eine sehr sichere Anlage mit sehr
niedrigem Risiko; Kurs- oder Wertschwankungen gibt es nicht. Die Zinsen fallen in der Regel etwas höher aus als bei
Tagesgeld.

Anders als Tagesgeld ist Festgeld jedoch unflexibel. Denn Sie können erst nach dem festgelegten Anlagezeitraum (etwa
ein, zwei oder fünf Jahre) auf Ihr Kapital zugreifen.

3. Edelmetalle

Ein Investment in Edelmetalle gilt als inflationsgeschützt und krisensicher. Dabei kaufen Investoren beispielsweise
Gold, Silber oder Platin. Edelmetalle unterliegen zwar
Wertschwankungen, bieten aber mehr Sicherheit, da sie Sachwerte
sind.

Ob ein Investment in Edelmetalle einen Wertzuwachs einbringt, hängt jedoch davon ab, ob der Wert des Metalls (z.B. der
Goldkurs) zum Verkaufszeitpunkt gegenüber dem Wert zum Einkaufszeitpunkt höher liegt. Eine solche Entwicklung ist nur
schwer vorherzusehen. Daher kaufen Profis zum Beispiel Gold meist nur als kleinen Sicherheitspuffer.

Edelmetalle sind aufgrund der Kursschwankungen mit einigen Risiken verbunden – und sollten daher nur einen
kleinen Teil eines ausgewogenen Portfolios ausmachen.

Langfristig 5.000 Euro anlegen

Möchten Sie 5.000 Euro für einen längeren
Zeitraum
als fünf Jahre investieren, bietet sich eine Investition an der Börse
an. Zwar sind Kapitalanlagen hier riskanter und unterliegen Wertschwankungen, auf lange Sicht sollten sich diese aber
ausgleichen.

Zudem kann Ihre Rendite an der Börse um einiges höher ausfallen als bei anderen Kapitalanlagen. Jedoch gehen Sie hier
das Risiko hoher Verluste ein – besonders bei zu geringer Risikostreuung.

1. Aktien

Mit Aktien können Sie von Kursgewinnen und
womöglich Dividendenzahlungen profitieren. Bedenken Sie aber, dass Sie
mindestens 1.000 Euro in einzelne Aktien investieren sollten. Eine geringere Anlagesumme ist nicht ratsam, da die
Ordergebühren über die Rendite erwirtschaftet werden müssen.

Nach diesem Ansatz können Sie mit 5.000 Euro Wertpapiere von zum Beispiel fünf verschiedenen Aktiengesellschaften
erwerben. So haben Sie jedoch keine besonders hohe Risikostreuung erreicht. Ein DAX-ETF enthält im Gegensatz dazu zum
Beispiel ganze 40 Titel.

Starke Nerven sind an der Börse wichtig. Lassen Sie sich nicht von fallenden Kursen verunsichern. Wie Sie
Einzelaktien kaufen und was Sie dabei beachten sollten, lesen Sie in diesem Artikel.

2. ETF

ETF (Exchange Traded Funds) sind indexbasierte Fonds, die es Ihnen als Anlegerin oder Anleger ermöglichen, mit geringen
Mindestanlagevolumen diversifiziert in Aktien (und Anleihen)
zu investieren[4]. Da ETF passiv gemanagt werden, profitieren
Sie zudem von vergleichsweise geringen Kosten. Das wirkt sich wiederum positiv auf Ihre Rendite aus.

Es ist ratsam, ein Portfolio breit aufzustellen und in
verschiedene ETF zu investieren, um Risiken zu streuen. Mit 5.000 Euro können Sie zum Beispiel sowohl in einen
DAX-ETF als auch in einen MSCI-World-Indexfonds investieren, um eine gute regionale Streuung zu erreichen und das
Verlustrisiko zu verringern.

3. Immobilienfonds

5.000 € reichen nicht aus, um sich eine Immobilie zu kaufen. Jedoch gibt es
andere Möglichkeiten, direkt und indirekt in Immobilien zu investieren. Eine indirekte Investitionsoption sind offene Immobilienfonds: Hier sammeln
professionelle Fondsmanager das Geld ein, um dieses in mehreren Objekte anzulegen.
„Indirekt“ bedeutet in diesem Fall, dass Sie Ihr Geld in die Fondsgesellschaft investieren und ihr die Auswahl der
Immobilien für das Portfolio überlassen. Sie selbst haben darauf keinen Einfluss.

Finger weg von geschlossenen
Immobilienfonds
: Bei diesen investiert die Fondsgesellschaft nur in wenige Objekte.
Dadurch steigt Ihr Risiko, Ihr Geld zu verlieren.

Wie lange braucht es, den Betrag zu verdoppeln?

Das hängt von der Art der Geldanlage und ihrer Rendite ab. Anbei finden Sie eine Übersicht:

Rendite von 3 %

Eine Rendite von 3 % p.a. verdienen Sie aktuell mit einem Festgeldkonto. Bei einem Betrag von 5.000 € würden
Sie nach einem Jahr etwa 150 € erhalten. Legen Sie das Geld erneut an, würden Sie im zweiten Jahr einen Ertrag von
154,50 € erwirtschaften – insgesamt also 304,50 €.

Um zu berechnen, wie lange es dauert, bis sich Ihr 5.000 €-Betrag verdoppelt hat, können Sie die folgende
Faustformel – die 72er-Regel – anwenden[5]:

Anzahl Jahre  =  
72
/
Zinssatz

Es dauert mit Berechnung der 72er-Regel folglich 24 Jahre, bis sich Ihr Kapital von 5.000 € verdoppelt hat – Sie
also eine Summe von 10.000 € erwirtschaftet haben. Steuern und Inflation bleiben hier unberücksichtigt. Der
Vermögensaufbau dauert bei einem vergleichsweise
geringen Anlagebetrag (den 5.000 €) sowie
niedriger Rendite also recht lange.

Rendite von 8 %

Angenommen, Sie legen 5.000 € für ein Jahr in einen ETF oder Aktienfonds mit 8 % durchschnittlicher Rendite im
Jahr an, erhalten Sie einen Ertrag von 400 €. Bei erneuter Anlage steigt der Ertrag auf 432 € – insgesamt also
832 €. Für eine Rendite von 8 % ergibt sich nach der 72er-Regel ein Zeitraum von neun Jahren. In diesem hat
sich Ihr Kapital bei einer Rendite von 8 % verdoppelt.

Sie sehen: Es geht deutlich schneller als beim Festgeld. Beachten Sie: Normalerweise legen Sie Geld nicht nur für ein
oder zwei Jahre in einen Aktienfonds oder ETF an – sondern über einen deutlich längeren Zeitraum. Um Ihren Ertrag zu
steigern, sollten Sie zudem die Anlagesumme erhöhen, sobald es Ihnen
möglich ist.

Beachten Sie zudem: Die Inflation kann Ihr Vermögen auffressen – auch daher sollten Sie eine sinnvolle Anlage
finden. Bei einer Inflationsrate von 1 % pro Jahr nimmt die Kaufkraft Ihres Geldes jedes Jahr um 1 %
ab. Nach
einem Jahr läge der reale Wert Ihrer 5.000 €-Anlage nur noch bei 4.950 €. Noch drastischer sieht es
bei
einer
Inflationsrate von 3 % im Jahr aus. Dann rangierte der reale Wert nur noch bei 4.850 €. Das sollten
Sie bei
der
Wahl der Anlageform beachten.

5.000 Euro anlegen: 5 Ratschläge

Anbei finden Sie fünf Tipps, um 5.000 Euro anzulegen:

1. Je besser die Rendite, desto schneller können Sie 5.000 Euro vermehren

Dieser Punkt liegt natürlich auf der Hand: Je besser Rendite oder Zinsen ausfallen, desto einfacher und schneller können
Sie Ihr Geld vermehren oder gar verdoppeln. In der Regel
müssen Sie zwar höhere Risiken in Kauf nehmen, um von ordentlichen Renditen zu profitieren. Doch mit einer durchdachten
Risikostreuung lassen sich diese abschwächen.

2. Mischen Sie Investitionsformen

Möchten Sie langfristig investieren, lohnt es sich, unterschiedliche Kapitalanlagen zu mischen und so ein ausgewogenes
Portfolio aufzubauen. Investieren Sie in unterschiedliche Anlageklassen wie Wertpapiere, Immobilien und Spareinlagen. So erhalten Sie die bestmögliche
Risikostreuung für Ihre Kapitalanlage. Auch mit 5.000 Euro ist es möglich, in mehrere
Anlageklassen zu investieren. Wichtig sind dabei aber geringe Mindestanlagevolumen, sodass Sie möglichst viele
Investitionen in Ihr Portfolio aufnehmen können.

3. Sparen Sie Steuern

Bedenken Sie, dass Anleger über einen jährlichen Sparerpauschbetrag verfügen, der nicht versteuert werden muss. Diesen
können Sie durch einen Freistellungsauftrag
unmittelbar (und nicht erst mit Ihrer Steuererklärung) geltend machen. So
sparen Sie direkt Steuern und haben mehr Geld zum
Investieren.

4. Verlassen Sie sich nicht blind auf einen Bankberater

Zwar kann ein Beratungsgespräch bei Ihrer Hausbank aufschlussreich sein. Beachten Sie dennoch: Letztlich sind
Bankberater oftmals mehr daran interessiert, die eigenen Provisionen und nicht Ihr Portfolio zu optimieren. Ein
Honorarberater wäre sinnvoller – allerdings lohnt sich
dieser bei einer geringen Summe von 5.000 Euro kaum.

5. Passen Sie den Zeitpunkt ab – oder splitten Sie den Betrag

Es ist schwierig, den optimalen Zeitpunkt zum Kauf von Aktien- oder ETF-Anteilen vorherzusagen. Daher ist es
empfehlenswert, die Investitionssumme aufzuteilen und über Monate hinweg zu investieren. Auf diese Weise kaufen Sie
sowohl zu hohen als auch zu niedrigen Preisen ein und erzielen einen guten Durchschnittspreis. Besonders effektiv geht
das mit einem Sparplan – etwa auf einen breit gestreuten ETF.

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Quellenangaben

  1. Kühn, M.,
    Kühn, S. (2023). Handbuch Geldanlage – Verschiedene Anlagetypen für Anfänger und Fortgeschrittene
    einfach erklärt: Aktien, Fonds, Anleihen, Festgeld, Gold und Co. Berlin: Stiftung Warentest. S. 21 ff.
  2. BaFin: Tagesgeld
  3. Kühn, M., Kühn, S. (2023). Handbuch Geldanlage – Verschiedene
    Anlagetypen für Anfänger und Fortgeschrittene einfach erklärt: Aktien, Fonds,
    Anleihen, Festgeld, Gold und Co. Berlin: Stiftung Warentest. S. 120 ff.
  4. Kühn, M., Kühn, S. (2023). Handbuch Geldanlage – Verschiedene Anlagetypen für Anfänger und
    Fortgeschrittene einfach erklärt: Aktien, Fonds, Anleihen, Festgeld, Gold und Co. Berlin: Stiftung Warentest. S. 197
    f.
  5. Morningstar: 72er-Regel