10.000 Euro richtig anlegen: Die drei besten Optionen

Artikel von Valeria Nickel; aktualisiert am 13.04.2022

Mit 10.000 € in der Hand haben Anleger durchaus einigen Spielraum bei der Wahl der
Anlageklasse. Umso wichtiger ist es
in diesem
Fall aber, eine sinnvolle und überlegte Wahl zu treffen. Denn 10.000 € können beim
Vermögensaufbau eine große Rolle spielen
und sich
entweder zum Erfolgs-Grundstein oder zum Verzweiflungsfaktor entwickeln. Deshalb sollte jeder Anleger seine
eigenen
Risikopräferenzen und den Anlagehorizont kennen, um hier keine Fehler zu begehen.

Vorab-Kontrolle: Finanzpuffer

Wer neben den zur Verfügung stehenden 10.000 € noch keinen
Notgroschen für finanzielle Engpässe oder spontane, größere Anschaffungen beiseite gelegt
hat, sollte
dies zuerst tun. Dabei muss es dem Anleger möglich sein, das Geld jederzeit nach Belieben abzubuchen. Dafür
eignet sich
beispielsweise ein Tagesgeldkonto. Es ist für alle eine Option, die nicht genau einschätzen
können, ob
und wann sie ihre 10.000 € wieder brauchen. Dafür müssen sie jedoch Mini-Zinsen in Kauf nehmen.

Auch die Tilgung von Schulden im Vorfeld der Geldanlage ist sinnvoll, denn
Kreditzinsen
schmälern die Rendite.

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Festgeld

Wer schon weiter in die Zukunft planen kann, könnte sich für eine Geldanlage in Festgeld entscheiden. Der
Vorteil dabei
ist, dass Festgeld einen unveränderlichen Zinssatz und eine feste Laufzeit bietet. So weiß man, welche
Rendite man wann
bekommt. Außerdem ist es eine sehr
sichere Geldanlage, da
sie von Banken angeboten wird und diese eine
Einlagensicherung von 100.000 € pro
Anleger
garantieren müssen. Der Nachteil daran ist, dass Festgeld seit einigen Jahren nur
sehr niedrige Zinsen
bietet. Es lohnt sich nur für sehr sicherheitsbewusste Anleger, die mickrige Rendite in Kauf zu nehmen. Wer
es sich
leisten kann, etwas mehr Risiko einzugehen, sollte sich nach Alternativen umschauen.

Aktien und Aktienfonds

Weniger Sicherheit, aber dafür eine gute Rendite bietet seit jeher das Aktieninvestment.
10.000 €
lassen sich in Einzelaktien anlegen („Stock-Picking“). Der Betrag ist durchaus hoch
genug, damit sich die Kosten pro Order rentieren. Aber man sollte beachten, dass dann
keine ausreichende Risikostreuung gegeben ist. Deshalb ist zu empfehlen, sich hier für
Aktienfonds zu entscheiden,
die viele
Aktien im Portfolio haben und damit das Risiko besser diversifizieren. Anleger sollten Geld, das in Aktien
investiert
ist, zu keinem bestimmten Zeitpunkt benötigen, denn
Aktien unterliegen
hohen Kursschwankungen. Wenn man sein Kapital genau dann benötigt, wenn die Kurse tief
stehen, und man
keinen Anstieg abwarten kann, sind hohe Verluste vorprogrammiert.

Immobilien und Crowdinvesting

10.000 € reichen natürlich nicht aus, um sich eine
Immobilie zu kaufen. Jedoch gibt es auch
andere
Möglichkeiten, direkt und indirekt
in Immobilien zu investieren. Eine
indirekte
Investitions-Option sind
Immobilienfonds:
Hier sammeln professionelle Fonds-Manager das Geld ein, um dieses in mehreren Objekte anzulegen. „Indirekt“
bedeutet
in diesem Fall, dass man sein Geld in die Fondsgesellschaft investiert und diese dann im Anschluss die
Auswahl der
Immobilien für das Portfolio überlässt. Der Anleger selbst hat darauf keinen Einfluss. Aufgrund ihrer
Erfahrung können
die Manager aber mit ihrer Auswahl meist eine
hohe Rendite erwirtschaften. Wer jedoch
„direkt“ in
Immobilien investieren, also die Immobilie selbst aussuchen will, könnte sich für
Immobilien-Crowdinvesting
entscheiden. Hierbei schließen sich Privatanleger über eine Internetplattform zusammen und können so die
hohen Beträge
aufbringen, die für ein Investment in
Immobilienprojekte notwendig sind.
25.000 € ist
dabei der maximale Betrag, den Privatanleger in jeweils ein Crowdinvesting-Projekt anlegen können. Im
Gegensatz zum
weitaus bekannteren Crowdfunding
erhalten Anleger hier eine Rendite. Dabei besteht der Vorteil beim
Crowdinvesting darin, dass es
hohe Renditen und feste
Laufzeiten

kombiniert. Man profitiert wie beim Festgeld von der Gewissheit, wann man sein Geld wieder zur Verfügung hat
und welche
Rendite man dafür erhält. Gleichzeitig sind die Zinsen auf einem Niveau mit der hohen Rendite für
Aktieninvestments.

Fazit zum Thema 10.000 € anlegen

Mit 10.000 € hat man als Anleger bereits mehrere Möglichkeiten sein Geld sinnvoll anzulegen. Dabei
sollten stets
die Verfügbarkeit und eigene Risikotoleranz überprüft werden. Sofern keine Schulden vorliegen macht der Blick
auf unsere
Top 3 der Anlagemöglichkeiten Sinn. Es kann zudem durchaus sinnvoll sein, die 10.000 € auf die
verschiedenen
Möglichkeiten zu verteilen und so die Geldanlage zu diversifizieren.

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