Vermögensaufbau

Vermögensaufbau: 6 goldene Regeln für Privatanleger

Valeria Nickel, 02.08.2018

Das Vermögen der Deutschen betrug im Jahr 2017 5.589 Mrd. €. Und es wächst mit jeder Sekunde. Ein passiver Geldfluss kommt beim Privatanleger jedoch nicht von allein: Der Vermögensaufbau ist ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden muss. Für einen „goldenen Daumen” müssen Anleger folgende Regeln beachten:

1 | Risikoabsicherung

Bevor Sie mit der Geldanlage beginnen und damit Ihr Vermögen wohl längerfristig anderweitig binden, sollten Sie sicher gehen, dass Sie ausreichende Liquiditätsreserven für finanzielle Engpässe besitzen. Grundsätzlich sind 2-3 Nettoeinkommen als „eiserne Reserven” auf einem Tagesgeldkonto zu empfehlen. Außerdem spielt die Absicherung für Haftpflicht, Hausrat, Arbeitslosigkeit oder Unfall eine wichtige Rolle. Die entsprechenden Verträge sollten Sie zuvor unter Dach und Fach gebracht haben.

2 | Gebühren vermeiden

Vermögensaufbau geschieht nicht unentgeltlich. Jeder Kauf oder Verkauf eines Finanzinstruments, die Transaktionen an der Börse,
Ausgabeaufschläge auf Fonds
oder das Anlagekonto selbst verursachen Kosten. Je nach Anbieter und Vermittler sind diese mal höher und mal niedriger oder werden sogar teilweise erlassen. Da solche Gebühren die Rendite der Geldanlage schmälern, sollten Sie sich gut darüber informieren und das günstigste Angebot wählen.

Außerdem sollten Sie Ihre Wertpapiere nicht ständig umschichten. Viele Transaktionen verursachen jedes Mal aufs Neue Kosten. Dies schmälert den Ertrag. Besser ist es, sich im Voraus eine gute Anlagestrategie zu überlegen, die man auf längere Sicht verfolgt, und erst dann Geld zu investieren.

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3 | Regelmäßige Anpassung

Ständiges Umschichten ist ein Fehler – den Vermögensaufbau nach der erstmaligen Zusammenstellung von einem Depot ganz sich selbst überlassen allerdings auch. Mit den Jahren kann sich die Risikoneigung des Anlegers verändern oder die verschiedenen Investments können sich unterschiedlich entwickeln. Clevere Investoren passen ihre Anlagestrategie demnach wieder an, beispielsweise indem sie Aktien verkaufen oder Gold nachkaufen. Einmal im Jahr sollten Sie Ihr Depot auf den Prüfstand stellen.

4 | Steuern ignorieren

Langfristig gesehen bringt es nichts, sich bei der Wahl seiner Anlagestrategie an Steuervorteilen zu orientieren. Denn Steuergesetze können sich jedes Jahr ändern. Ihre Rendite sollten Anleger jedoch nicht von dem politischen Willen von Regierungen abhängig machen. Diejenigen, die vor Jahren etwa in Medien- oder Schiffsfonds wegen steuerlich attraktiver Verlustvorträge investiert hatten, bekamen diese später vom Finanzamt oftmals nicht anerkannt. Es zählt vor allem die Rendite der Anlage selbst – Steuervorteile können Sie beim Vermögensaufbau ignorieren.

5 | Anlagehorizont kennen

Mach Sie sich beim Vermögensaufbau bewusst, wie lange Sie Ihr Geld sparen sollen, also wie lange Sie darauf verzichten können. Mehr als 10 Jahre stehen bei den meisten Investoren überhaupt nicht zur Debatte. Fast alle unterschätzen jedoch die Länge ihres tatsächlichen Anlagehorizontes – zum eigenen Nachteil. Statistiken zeigen: Ein langer Anlagehorizont minimiert Verlustrisiken und stabilisiert den Ertrag. Denn wer sein Vermögensaufbauziel erst in vielen Jahren erreichen will, kann Verluste aussitzen – „Auf jeden Orkan folgt eine Windstille”. So können Sie höhere Risiken eingehen. Gerade beim Vermögensaufbau für die Altersvorsorge bieten sich deshalb lange Anlagehorizonte an. Aber Achtung:

Ein junger Investor sollte bedenken, dass sich sein Lebens- und Arbeitsmodell zukünftig noch oft wandeln kann. Partnerschaft, Familiengründung, berufliche Selbständigkeit oder neue Ziele beim Sparen wie Rente oder Immobilienfinanzierung können die Anlage- und Vorsorgestrategie ziemlich durcheinander bringen. Deshalb sollten die abgeschlossenen Verträge trotzdem variabel sein.

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6 | Richtige Anlageform wählen

Eine der wichtigsten Fragen ist, welche Anlageform man für seinen Vermögensaufbau wählt. Grundsätzlich ist ein Investor mit Renten-, Fonds- oder Aktiensparplänen gut beraten, in die er monatlich eine kleine Summe einzahlt. Aktien- oder Aktienfondssparpläne bieten dabei im Rahmen einer langfristigen Strategie durch Dividenden die höchsten Renditechancen – aber auch das höchste Risikopotenzial. Es ist jederzeit mit zwischenzeitlichen Kursrückgängen im Marktgeschehen zu rechnen. Vor allem in der Niedrigzinsphase geraten Aktien jedoch zunehmend in den Fokus der Anleger. Auf Platz 2 und 3 rangieren laut der Umfrage „Vermögensbarometer 2015″
der Finanzgruppe „Deutscher Sparkassen- und Giroverband” (DSGV) Immobilienfonds und Investmentfonds. Lebensversicherungen haben aufgrund des historisch tiefen Garantiezinses dagegen keine guten Karten; genauso wenig wie das Sparbuch oder der Sparbrief. Sparbuch und Sparbrief werden von fast der Hälfte der Befragten in der jetzigen Phase als ungeeignet eingestuft. Eine kostengünstige Alternative zu den aktiv gemanagten (Aktien-)Fonds sind passiv gemanagte Indexfonds, die meist als ETF angeboten werden. Hier fallen keine Ausgabeaufschläge an, zudem sind die jährlichen Verwaltungsgebühren sehr gering.

Neben einem Sparplan gibt es auch andere Möglichkeiten, seinen Vermögensaufbau zu strukturieren. Statt monatliche Beträge einzuzahlen, können Sie regelmäßig eine neue Anlageform wählen, die angepasst ist an Ihre aktuelle Lebenssituation. Vor allem zu Beginn der Ansparphase sind
hohe Renditen
und ein hoher passiver Geldfluss notwendig, um Ihr Vermögen so schnell wie möglich zu mehren. Dafür sind insbesondere alternative Investments geeignet. Wer bereit ist, für höhere Renditechancen ein größeres Risiko einzugehen, gleichzeitig aber die Wertbeständigkeit und derzeitige Beliebtheit von Immobilien im Blick hat, ist im Immobilien Crowdinvesting bestens aufgehoben. Dabei schließen sich viele Kleinanleger im Internet über eine Plattform wie BERGFÜRST zusammen, um gemeinsam in Projekte zu investieren. Die Fundingschwelle für die Projekte wird durch die große Zahl an Mikroinvestoren – die „Crowd” – erreicht. Für Anleger, die sich für Immobilien-Investments
interessieren, eröffnet sich dadurch eine neue Möglichkeit abseits der klassischen Anlageformen. Die Anlageprodukte haben kurze Laufzeiten und besitzen darüber hinaus auch Handelsplätze, auf denen Sie Ihren Anteil unkompliziert verkaufen können. Dadurch ist diese Anlageform überaus flexibel. Den größten Vorteil bieten die
hohen Zinsen,
die Sie beim Crowdinvesting erhalten – trotz aktueller
Nullzinspolitik.

Was für einen großen Unterschied eine kleine Veränderung beim Zinssatz macht, zeigt die 72-Regel. Mit der 72-Regel, die aus einer Ableitung der Zinseszinsformel entstanden ist, lässt sich ganz schnell und exakt berechnen, wie lange es dauert, sein eingesetztes Kapital zu verdoppeln.

Rechenbeispiel zur 72-er Regel

Beträgt der Zinssatz 0,4 %, beispielsweise bei einem Tagesgeldkonto, lautet die Rechnung 72 : 0,4 = 180 Jahre, die notwendig sind, um sein Kapital zu verdoppeln. Bei durchschnittlichen Jahresrenditen von 6,0 %, beispielsweise am Aktienmarkt oder beim Immobilien-Crowdinvesting, lautet die Rechnung 72 : 6,0 = 12 Jahre. Kleiner Renditeunterschied – gigantische Wirkung. Eine nur um wenige Prozentpunkte höhere Rendite hat – auch dank des Zinseszins-Effekts – gravierende Unterschiede bei der nötigen Anlagedauer zur Folge.

Je näher das Ziel rückt, der Vermögensaufbau also abgeschlossen wird, desto konservativer und damit risikoskeptischer sollte das Vermögen angelegt sein. Denn zum Ende hin muss das Vermögen gesichert und erhalten werden – vor allem, wenn man für die
private Altersvorsorge
spart. Mit einer Strategie vor Augen kann jedem ein erfolgreicher Vermögensaufbau gelingen.

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Bildcopyright: Maciej Bledowski / Shutterstock.com

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