Geld anlegen für Einsteiger: Die sieben wichtigsten Grundsätze

Artikel von Valeria Nickel; aktualisiert am 14.04.2022

Das Thema Geldanlage ist in etwa so beliebt wie die Prophylaxe beim Zahnarzt. Jeder müsste
sich eigentlich regelmäßig darum kümmern, aber es kostet viel Überwindung, den Gedanken in die Tat
umzusetzen.

Hat man sich nun endlich dazu durchgerungen, vermögenswirksame Maßnahmen zu ergreifen, kommt das nächste
Problem: Wer heutzutage Geld anlegen will, hat unendlich viele Möglichkeiten.

Welche Formen der Geldanlage gibt es?

Neben klassischen Bankprodukten wie Sparbuch, Tagesgeld und Festgeld können Anleger ihr Geld auch in Wertpapiere wie
Anleihen (festverzinsliche Schuldverschreibungen) oder Aktien (börsennotierte Unternehmensanteile),
Fonds (z.B. Aktienfonds oder Immobilienfonds), aber auch Sachwerte
wie Gold oder Immobilien anlegen.

Hinzu kommen neue Wege der Geldanlage wie beispielsweise das Crowdinvesting in Immobilien oder Unternehmen, Robo Advisor oder Social Trading.

Besonders erschwert wird das Geld anlegen derzeit zudem durch eine außergewöhnliche Situation an den
Finanzmärkten: Aufgrund der Nullzinspolitik
der EZB gibt es auf klassische Anlageformen von Banken wie Sparbuch, Bausparvertrag, Tagesgeld oder Festgeld
kaum noch Zinsen.

Wie kann ich mein Geld richtig anlegen?

Viele verlieren beim Geld anlegen von Anfang an den Überblick und gehen direkt zur Bank oder zum Finanzvermittler,
um sich beraten zu lassen. Nicht immer bekommen Sie dort jedoch das für Sie beste Angebot, da die Produkte
mit den höchsten Provisionen
von den Beratern oft bevorzugt angeboten werden.

Mit ein bisschen Eigeninitiative ist es aber auch für Einsteiger nicht schwer, die Geldanlage auf
eigene Faust zu verwalten und zu verhindern, dass ihr Vermögen auf niedrig verzinsten Sparkonten von der Inflation aufgefressen wird oder sie
sich an kostspieligen Investments die Finger verbrennen.

Erfolgreiche Geldanlage bedeutet, durch Zinsen, Dividenden, Kursgewinne, Verkaufserlöse oder andere Erträge
sein angelegtes Kapital zu erhalten und das Geld darüber hinaus durch Gewinne zu vermehren.

In 7 Schritten eigenständig Geld anlegen

Ohne ein Ziel ist auch der Weg egal: Bestimmen Sie Ihr Anlageziel

Der erste Schritt, wenn man sich Gedanken zur Strategie der Geldanlage macht, ist die
Festlegung des persönlichen Anlageziels. Denn um sich
gut vorbereiten zu können und diszipliniert Geld anzulegen, muss man wissen, wofür man arbeitet.

Machen Sie sich daher zunächst Gedanken zu Ihren persönlichen Beweggründen: Sparen Sie für die Altersvorsorge? Wollen Sie eine besondere
Anschaffung tätigen, mittelfristig eine bestimmte Lebensphase wie ein Studium finanzieren, eine Familie gründen oder
schlicht Vermögen aufbauen, das für Sie arbeitet?

Bevor Sie mit der Geldanlage beginnen und damit Ihr Vermögen wohl für längere Zeit anderweitig binden,
sollten Sie jedenfalls sicher gehen, zunächst einmal schuldenfrei zu sein. Dispokredit,
Ratenkredite oder die Baufinanzierung – Schulden sind teuer und eignen sich nicht als Ausgangspunkt für eine
zielgerichtete Geldanlage.

Warum möchten Sie Geld anlegen?

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Ob kurz oder lang: Legen Sie den Anlagehorizont Ihrer Geldanlage fest

Jede Form der Geldanlage wird von drei zentralen Faktoren beeinflusst: Sicherheit,
Liquidität (oder Verfügbarkeit) und Rendite. Man spricht dabei auch vom „magischen Dreieck“, zwischen dessen
Eckpunkten sich alle Geldanlagen einordnen lassen.

Das Prinzip dabei lautet: Je sicherer und je liquider („flüssiger“) eine Geldanlage ist, desto weniger
Rendite wirft sie ab (z.B. Tagesgeld). Und umgekehrt: Wer beim Geld anlegen eine hohe Rendite erhält, muss meist Abstriche
bei der Liquidität (z.B. Festgeld) oder Sicherheit (z.B. Aktien) machen.

Das magische Dreieck der Geldanlage
Magisches Dreieck: Merkmale, die Geldanlagen beeinflussen

Alle drei Aspekte sind in gleichem Maße wichtig, auch wenn regelmäßig besonders die Faktoren Sicherheit und
Rendite
bei der Geldanlage in den Vordergrund gestellt werden.

Die Liquidität darf beim Geld anlegen jedoch ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden, denn sie
begleitet uns oft im alltäglichen Leben: Wer nicht liquide ist, der kann weder einkaufen, Miete bezahlen, noch
tanken oder andere Rechnungen begleichen. Daher ist es besonders wichtig, zu überlegen, wie lange man Geld anlegen
und darauf verzichten kann.

Anleger sollten eine Summe in Höhe von zwei bis drei monatlichen Nettoeinkommen als Reserve
zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto zurücklegen.

Der Anlagezeitraum beeinflusst den Anlageerfolg der Geldanlage

Bei einer Anlagedauer von bis zu einem Jahr sprechen wir von einem kurzen Zeitraum, bis zu fünf Jahren von
einem mittleren Zeitraum und darüber hinaus von einem langen Anlagehorizont der Geldanlage.

Je nach Dauer der Geldanlage kann man verschiedene Anlageklassen wählen: Wer beispielsweise in
Aktien – einer schwankungsanfälligen Geldanlage – anlegen will, sollte sein Geld für lange Zeit nicht benötigen. So
lässt sich vermeiden, dass negative Kursentwicklungen zu Kursverlusten führen, weil man sein Geld gerade im
Börsentief braucht.

Ein weiter Horizont gleicht Schwankungen aus, gibt Anlegern die Möglichkeit, ein Börsentief auszusitzen, und
mindert so das Risiko von Kursverlusten. Deshalb hängt der Erfolg beim Geld anlegen auch grundsätzlich von
der Anlagedauer ab.

Sparfuchs oder Genießer: Definieren Sie den Anlagebetrag für die Geldanlage

Die nächste wichtige Frage ist, wie viel Geld Sie anlegen wollen. Dafür müssen Sie sich einen Überblick über Ihre
Vermögensverhältnisse verschaffen und den Betrag errechnen, den Sie ganz oder vorübergehend nicht für den
Lebensunterhalt benötigen und somit anlegen können.

Die Höhe des Anlagebetrages ist entscheidend für die Suche nach den passenden Produkten zum Geld
anlegen. Beispielsweise gibt es Mindestanlagesummen zu beachten, für Anlageformen wie Festgelder
oder Sparbriefe. Teilweise hängen auch die Konditionen der Angebote von der Anlagesumme ab.

Geldanlagen mit Maximalanlagebetrag sind dagegen selten, nur die vereinbarte Verzinsung könnte bis zu einer
bestimmten Summe gedeckelt werden. Der Anleger sollte sich darüber informieren, um keine Zinserträge zu verschenken.

Wenn Sie über kein großes Vermögen verfügen, lohnt es sich dieses sukzessive mit einem Sparplan aufzubauen, mit dem Sie zum Beispiel
monatlich eine feste Summe sparen.

Zusätzlich sollten folgende Punkte klargestellt werden:

  • Wollen Sie das Geld ganz oder gesplittet anlegen?
  • Besteht die Absicht, den Einmalbetrag durch laufende oder unregelmäßige Einzahlungen aufzustocken?
  • Sollen Zinsen auf die Geldanlage entnommen oder weiter angelegt werden?

Sie möchten eine bestimmte Summe anlegen?

Lesen Sie unsere Beiträge zu den folgenden Themen:

Das Ziel vor Augen: Legen Sie die Wunschrendite Ihrer Geldanlage fest

Es lohnt sich darüber hinaus, sich einmal klarzumachen, wie viel Geld man am Ende des Anlagezeitraums benötigt. Mit
den Kenngrößen Startbetrag, Endbetrag und Anlagezeitraum lässt
sich der gewünschte Vermögenszuwachs ausrechnen.

Rechenbeispiel: Vermögenszuwachs über Zinseszins

Wert am Laufzeitende = Anlagewert × (1+Zinssatz)Laufzeit

Verfügt ein Anleger zum Beispiel über 2.500 € als Startbetrag für die Geldanlage und will in 10 Jahren
4.000 € erhalten, beträgt der jährlich benötigte Vermögenszuwachs knapp fünf Prozent.

4.000 € = 2.500 € × (1+x)10

x = 4,8 %

Was hat die Inflation mit der Wunschrendite zu tun?

Beim Geld anlegen sollten Sie stets beachten, dass der zu erwartende Vermögenszuwachs die aktuelle Inflationsrate
ausgleicht. Das hat einen einfachen Grund: Inflation bedeutet steigende Kaufkraft, mit der eine graduelle Entwertung
des Geldes einhergeht.

Für Anleger bedeutet das: Die Inflationsrate ist von der zu erwartenden Rendite abzuziehen.

Inflationsrate in Deutschland von 2016 bis 2020

Inflationsrate Deutschland
Quelle: Statistisches Bundesamt , Stand: Januar 2021

Beispiel
Eine Bank verzinst eingezahlte Spareinlagen mit 1 % p.a. Die Inflation liegt im
Jahresdurchschnitt jedoch bei 2 % und übersteigt damit die Zinsen.

Ein Sparer hat zum Jahresanfang 10.000 € zu den entsprechenden Konditionen bei der Bank
hinterlegt. Am Jahresende hat der Anleger 100 € Zinsen erhalten und sein nominaler
Kontostand beträgt 10.100 €.

Aufgrund der Inflation von 2 % verfügt das Geld auf dem Konto des
Anlegers jedoch nur noch
über eine Kaufkraft von lediglich 9.900 €. Somit hat der Sparer auf dem Papier ein Plus
gemacht – der reale Wert seines Vermögens ist jedoch geschwunden.

Nicht zu unterschätzen: Kosten und Gebühren beim Geld anlegen

Als Anleger sollten Sie zudem unbedingt auch die unterschiedlichen Kosten der Geldanlagen berücksichtigen. Während
bei nahezu allen Tages- und Festgeldkonten gar keine Kosten anfallen, haben Aktienfonds verhältnismäßig hohe
Verwaltungsgebühren
und häufig fallen Ausgabeaufschläge beim Kauf an.

Dabei schmälern diese Kosten die Rendite der Geldanlage deutlich: Zwei Prozent des Anlagebetrages pro Jahr sind
keine Seltenheit. Deshalb sollten Anleger sich immer nach möglichst kostengünstigen Alternativen
umsehen.

Als preiswerte Alternative zu Aktienfonds werden zum Beispiel oft Indexfonds (ETF) empfohlen. Dabei handelt es sich um passiv
verwaltete Fonds, die sich an einem vordefinierten Aktienindex orientieren (beispielsweise dem MSCI World, einem globalen Index mit Aktien aus 23
Industriestaaten). So müssen ETF-Anleger meist gerade einmal ein Zehntel der Kosten begleichen, die von Fonds mit
aktivem Management angesetzt werden.

Außerdem gilt: Je langfristiger die Geldanlage, desto kostengünstiger ist sie. Denn bei
kurzfristigen Geldanlagen fallen auch die Depotkosten zusätzlich ins Gewicht. Für jede Veränderung in Ihrem
Wertpapierdepot werden Transaktionsgebühren fällig.

Online-Depots sind oft günstiger als Depots bei herkömmlichen Banken. Bevor Sie ein Depot eröffnen, sollten
Sie die Preise und Gebühren der unterschiedlichen Anbieter vergleichen.

Bedenken Sie auch, dass auf Kapitalerträge die Abgeltungsteuer entrichtet werden muss. Diese
schmälert den persönlichen Erfolg der Geldanlage weiterhin.

No risk, no fun? Finden Sie Ihren Anlegertypus

Als nächstes beschäftigen Sie sich mit Ihrer individuellen Bereitschaft zum Risiko, die sich aus mehreren
Komponenten zusammensetzt.

Die tatsächliche Risikobereitschaft

Einerseits gibt es die tatsächliche Risikobereitschaft, die vom individuellen Lebenslauf, den
finanziellen Verhältnissen und dem Bildungsgrad des Anlegers beeinflusst wird.

Auch die Tatsache, ob Sie bereits größere Beträge in klassischen, sicheren Anlageformen wie einem Tages- oder
Festgeldkonto haben, spielt hierbei eine Rolle. Denn wenn dies der Fall ist, können Sie ein höheres Risiko eingehen
– und einen Großteil Ihres Geldes beispielsweise an der Börse in risikoreiche und renditestarke Wertpapiere wie
Aktien anlegen.

Warum gelten Spareinlagen als sicher?

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt
Bankeinlagen bis zu einem Wert von 100.000 € pro Anleger. Bedenken Sie, dass dies nur für europäische
Banken gilt. Bei Angeboten zum Weltsparen kann es sich um Festgeldkonten von riskanten ausländischen Banken
handeln.

Verfügen Sie jedoch abgesehen von dem anzulegenden Betrag nur noch über eine kleinere Summe, sollten Sie bei der
Geldanlage keine zu hohen Risiken eingehen.

Darüber hinaus wird die tatsächliche Risikokapazität von Ihrer beruflichen Situation beeinflusst. Ein Beamter kann
beispielsweise riskanter anlegen als ein Selbständiger, dessen zukünftige Einkünfte unsicher sind.

Die emotionale Risikobereitschaft

Andererseits gibt es die emotionale Risikobereitschaft. Sie hängt von den individuellen
Charaktereigenschaften sowie bisherigen Erfahrungen und Kenntnissen des Anlegers ab.

Aus diesen beiden Komponenten setzen sich drei verschiedene Anlegertypen zusammen:

Anlegertyp Beschreibung
Konservative Anleger Für den konservativen Anleger steht die Sicherheit der Geldanlage im
Vordergrund. Er will nur ein geringes oder gar kein finanzielles Risiko eingehen.
Ausgewogene Anleger Anlegern, denen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheit und
Rendite wichtig sind, gehören zum ausgewogenen Anlegertyp.
Offensive Anleger Anleger, deren Hauptziel es ist, mit der Geldanlage eine möglichst
hohe Rendite zu erzielen, gehören zum offensiven Typus.

Erfolg mit dem richtigen Arrangement: Gewichten Sie Ihr Portfolio

Es ist unablässig, Ihre Geldanlage sinnvoll zu strukturieren, um Ihre persönlichen Ziele in den Vordergrund zu
stellen und letztendlich zu erreichen. Dabei sollten Sie eine Balance zwischen risikoarmen und renditestarken
Investitionen finden, die optimal zu Ihnen und Ihrer konkreten Lebenssituation passt.

Möglichkeiten der Geldanlage


Risikoarme Geldanlagen

Renditestarke Geldanlagen
Sparbuch Aktien
Tagesgeld Investmentfonds
Festgeld Exchange Traded Funds (ETF)
Anleihen Hebelprodukte
Rohstoffe (z.B. Gold) Immobilien

Konservative Anleger setzen vermehrt auf risikoarme Geldanlagen. Sie scheuen bei der Anlage das Risiko und schützen
sich vor dem Totalverlust.

Doch Vorsicht: aufgrund der niedrigen Verzinsung lohnt es sich derzeit oft nicht Geld auf einem
Sparbuch, Tagesgeldkonto oder in Festgeld anzulegen. Bedenken Sie dabei immer, dass die Inflation die Realrendite
Ihrer Investition schmälert oder gar ins Negative verkehrt. Zudem gibt es einen alternativen Weg, um das
Verlustrisiko zu verringern: Risiken über das Portfolio hinweg streuen.

Diversifiziert Geld anlegen

Eine Streuung des Geldes auf verschiedene Anlageformen schützt dabei vor großen Verlusten. Das ist insbesondere dann
der Fall, wenn sich die einzelnen Positionen unterschiedlich im Wert entwickeln. Dann lassen sich Verluste mit einer
Anlage durch mögliche Gewinne einer anderen Position wieder auffangen. Diese Strategie nennt man auch
Diversifikation oder Risikostreuung.

In einem diversifizierten Portfolio befinden sich zum Beispiel ein Anteil der Geldanlage auf einem Tagesgeldkonto,
ein Anteil wird in Staatsanleihen investiert, zudem hält der Anleger Aktien und investiert in Immobilien.

Eine solche Diversifizierung erfordert nicht zwangsläufig einen hohen Kapitaleinsatz. So können Sie mit ETFs bereits
zu einem recht geringen Mindestanlagevolumen in Aktien investieren. Durch Immobilien-Crowdinvesting können Sie
zudem bereits ab 10 € Geld in Immobilien anlegen.

Lassen Sie Ihr Geld nicht aus den Augen: Schichten Sie Ihr Depot um

Wenn sich Ihre Ziele, die Höhe des angelegten Geldes oder die Anlagedauer ändert, sollten Sie Ihr Depot anpassen.
Außerdem sollten Sie Ihre Depot-Zusammensetzung ändern, wenn der gewünschte Auszahlungstermin einer Geldanlage näher
rückt. Deshalb ist ein- bis zweimal im Jahr ein Blick auf alle Anlagen zu empfehlen, um zu überprüfen, ob deren
Zusammensetzung noch Ihrer Strategie entspricht.

Beispiel: Umschichtung von Geldanlagen

So könnte Ihre jährliche Umschichtung vor Erreichen Ihres Wunschziels aussehen:



Verbleibende




Anlagedauer



Gewichtung




sicherheitsorientierte




Geldanlagen



Gewichtung




renditeorientierte




Geldanlagen

10 Jahre 20 % 80 %
8 Jahre 35 % 65 %
6 Jahre 50 % 50 %
4 Jahre 65 % 35 %
2 Jahre 80 % 20 %

In großem Stil umzuschichten, lohnt sich allerdings nicht immer: Als Faustregel gilt, dass
Wertpapiertransaktionen unwirtschaftlich sind, wenn sie mehr als 1 % des angelegten
Geldes kosten.

Geld anlegen – auch ohne Berater

Insgesamt sind beim Einstieg in die Geldanlage nur einige wichtige
Grundsätze
zu beachten, um nicht
kopflos Geld zu verlieren. Wenn Sie sich etwas Zeit nehmen, eine Strategie zurechtlegen und die verschiedenen
Anbieter sowie Möglichkeiten zur Geldanlage vergleichen, benötigen Sie keinen Berater und können Ihre
Vermögensplanung selbstbestimmt in die Hand nehmen. So lassen sich deutliche Vorteile für Ihre
persönliche Vermögensplanung erzielen.

Informieren und vergleichen Sie verschiedene Anlageprodukte und investieren Sie nur, wenn Sie das Produkt
auch verstehen.

Checkliste zum Geld anlegen

  • Verlassen Sie sich beim Geld anlegen nicht auf Bankberater, sondern zeigen Sie Eigeninitiative und handeln
    selbstbestimmt. Alternativ können Sie sich auch von einem kostenpflichtigen Honorarberater helfen lassen.
  • Bevor Sie mit dem Geld anlegen beginnen, sollten Sie:
    • Schulden begleichen
    • Einen Puffer von zwei bis drei Monatsgehältern anlegen
  • Gehen Sie bei der Geldanlage strategisch vor und definieren Sie folgende Dinge:
    • Ihre Ziele
    • die gewünschte Anlagedauer
    • die Summe, die Sie anlegen möchten
    • Ihre individuelle Wunschrendite
  • Bedenken Sie (gerade in Zeiten der Nullzinspolitik) den Einfluss der Inflationsrate auf Ihre Geldanlage.
  • Beachten Sie die Kosten und Gebühren der Geldanlage.
  • Bedenken Sie die zu entrichtende Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge.
  • Finden Sie heraus, wie viel Risiko Sie auf sich nehmen wollen und gewichten Sie ihr Portfolio dementsprechend.
  • Streuen Sie das Risiko der Geldanlage über unterschiedliche Anlageklassen und Anlageformen hinweg.
  • Schichten Sie Ihre Geldanlage im Laufe der Jahre um.

Quiz: Wie gut kennen Sie sich aus, wenn es ums Geld anlegen geht?

Wohl jeder möchte Geld anlegen, um fürs Alter vorzusorgen, sich einen Traum zu erfüllen oder um für die Kinder zu
sorgen. Doch ein bisschen Finanzwissen sollte man sich schon aneignen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Wie steht es um Ihr Wissen?

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