Reich werden – Der 10-Punkte-Plan zum Erfolg

Artikel von Valeria Nickel; aktualisiert am 22.04.2022

Der Traum, Millionär zu werden, ist wohl der am häufigsten geträumte Traum überhaupt. Seit der Kindheit wünschen sich
die meisten finanzielle Freiheit und Sorglosigkeit. Viel Geld zu besitzen ist ein Zeichen für Glück, Erfolg, Einfluss
und macht attraktiv und begehrenswert. Kein Wunder also, dass kaum jemand wirklich etwas dagegen einzuwenden hätte, so
richtig reich zu werden.

Warum möchten Sie Geld anlegen?

Jetzt Anlegertest machen

In Deutschland wird die Zahl der Millionäre aktuell auf 1,46 Millionen geschätzt. 1978 waren es noch 217.000 und
1960 sogar nur 14.000. Dieses Ziel scheint also für immer mehr Menschen erreichbar. Glück im Lotto oder ein großes Erbe
sind dabei nicht die einzigen Wege. Denn es gibt pro Jahr nur wenige Hundert Lotto-Gewinner und lediglich rund 20 %
der Millionäre verdanken den Reichtum ihren Eltern oder dem verstorbenen Ehepartner. Die Beantwortung der Frage „Wie
werde ich reich?“ ist trotzdem nicht ganz einfach und auch nicht mit Gewissheit zu beantworten. Allerdings gibt es
bestimmte Voraussetzungen, die Sie zum Selfmade Millionär machen können.

Wie wird man reich? Der 10-Punkte-Plan im Überblick:

  1. Machen Sie einen Plan.
  2. Seien Sie diszipliniert.
  3. Bilden Sie sich weiter.
  4. Beachten Sie den Zinseszinseffekt.
  5. Bauen Sie verschiedene Einkommensströme auf.
  6. Überdenken Sie Ihre Risikobereitschaft.
  7. Handeln Sie in Eigenregie und übernehmen persönlich die Verantwortung für Ihr
    Vermögen.
  8. Haben Sie Geduld.
  9. Beachten Sie: Schulden können auch
    (müssen aber nicht) intelligent sein!
  10. Arbeiten Sie an sich selbst und Ihrer Einstellung.

Plan

Zunächst sollte man sich von dem im Internet kursierenden Trugschluss verabschieden, dass man „einfach so“ reich
werden kann, ohne etwas dafür zu tun. Reichtum kommt durch harte Arbeit. Dazu sollte man das
Wort „Vermögensaufbau“ vorher nicht nur schon einmal gehört, sondern sich am besten auch schon tiefergehend
damit auseinandergesetzt haben.

Vermögensbildung

Kurz gesagt findet Vermögensbildung in drei Schritten statt:

  1. Geld verdienen
  2. Einen Teil des Geldes sparen
  3. Geld gewinnbringend anlegen

Darüber hinaus gibt es diese weiteren goldenen Regeln für den Vermögensaufbau, die man beachten sollte, um
sich eine Grundlage aufzubauen.

Disziplin

Um nicht „nur“ Vermögen aufzubauen, sondern wirklich Reichtum zu erlangen, ist es unerlässlich, die eigene Sparrate
immerwährend zu verbessern. Dies ist der Betrag, den man regelmäßig zurücklegt. Zunächst kann man einen Sparplan oder Dauerauftrag einrichten, um sich
selbst zu disziplinieren – denn gute Vorsätze allein helfen meist nicht weiter. Es ist gut, das Sparen und Anlegen zu
automatisieren, sodass zu Beginn des Monats Ihr Geld sofort und automatisch in verschiedene Sparpläne und Konten
wandert. So gewöhnt man sich daran, mit ein bisschen weniger auszukommen und „sich selbst zuerst zu bezahlen“. Dabei
muss der Betrag zu Beginn nicht einmal hoch sein.

Danach geht es darum, die Sparrate zu steigern. Einerseits kann dies dadurch geschehen, dass man seine
Ausgaben möglichst weit verringert. Andererseits kann man danach damit anfangen, die eigenen Einnahmen zu erhöhen.
Viele Menschen beginnen allerdings erst viel zu spät damit, sich so um ihre Finanzen zu kümmern. Um reich zu werden,
sollte man früh damit anfangen, diszipliniert Vermögen zu bilden, damit man dann die Zeit für sich arbeiten lassen
kann. Außerdem ist es wichtig, die eigenen Erfolge immer wieder zu überprüfen. Auch dazu gehört eine gewisse
Disziplin.

Wissen

Reiche Menschen sind keine finanziellen Analphabeten. Verbessern Sie daher bei jeder
Gelegenheit Ihre finanzielle Bildung: Lesen Sie Finanzbücher und Blogs, verfolgen Sie Nachrichten. Fakt ist
auch, dass man nicht mehr als durchschnittlich intelligent sein muss, um reich zu werden. Dies äußerte
unlängst auch Warren Buffett, der heute zu den reichsten Menschen der Welt gehört. Unser
Tipp: Eignen Sie sich stetig mehr finanzielles Wissen an!

Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.

Benjamin Franklin

Zinseszinseffekt

Der Zinseszinseffekt ist eines der
hilfreichsten Werkzeuge, um reich zu werden: Wenn Zinserträge wieder angelegt (reinvestiert) werden, erhöht sich der
ursprüngliche Anlagebetrag. In jeder neuen Periode wird dann ein höherer Betrag verzinst. Guthaben (und andererseits
Schulden) wachsen somit bei Wiederanlage von Zinszahlungen exponentiell. Kurz gesagt erwirtschaftet man immer
größere Gewinne, die wiederum Gewinne erwirtschaften. Sie sollten diesen Vorgang verstehen und
ausnutzen. Der Zinseszinseffekt ist ein mächtiger Mechanismus und darf nicht unterschätzt werden. Möchten Sie von
dem Effekt profitieren, so müssen Sie lediglich die Gewinne aus Ihren Geldanlagen re-investieren.

Verschiedene Einkommensströme

Ein großer Vorteil ist es, mehrere Einkommensströme zu haben. Einerseits natürlich, weil dies oft mit
höheren Einkommensströmen einhergeht, andererseits weil Sie so vor Komplettausfall-Risiken
geschützt
sind. Besonders vorteilhaft ist dabei passives Einkommen. Es ist unabhängig von dem
Zeitaufwand, den Sie hineinstecken. Das heißt, Sie können durch einen einmaligen Arbeitseinsatz einen lang
anhaltenden Einkommensstrom schaffen. Das klassische Beispiel ist ein Buch: Zunächst ist ein größerer Arbeitsaufwand
notwendig, um es zu verfassen. Danach bedarf es aber nur noch wenig weiterer Betreuung und der Einkommensstrom
fließt von alleine. Ein anderes Beispiel ist das Investieren in sogenannte Indexfonds (ETF). Hier können, bei überschaubarem Risiko,
ebenfalls passive Geldströme generiert werden. Auch das Crowdinvesting in Immobilien bietet die
Möglichkeit, passive Geldströme zu erzeugen und mit Immobilien reich zu werden.

Risikobereitschaft

Oft sind unter den reichsten Menschen der Welt solche, die gemeinhin als „Spekulanten“ bezeichnet werden:
Hedgefonds-Größen George Soros und Ray Dalio oder die Investorenlegende Carl Icahn beispielsweise. Sie haben mit Geld
viel Geld verdient. Zwar hatten sie jeweils reichlich Startkapital. Im Grunde genommen ist es jedoch egal, ob man mit
100.000 € oder 10.000 € startet – wer konsequent Geld investiert und sich von Kursschwankungen
nicht zurückschrecken
lässt, kann ein kleines Vermögen aufbauen. Der Deutsche Aktienindex beispielsweise
hat über die vergangenen Jahrzehnte hinweg durchschnittlich 8 % Rendite pro Jahr gebracht. Es lohnt sich also, sein
Geld in Aktien & Co anzulegen – wenn man
bereit ist, Kursschwankungen hinzunehmen und ein Risiko einzugehen.

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, um mit Aktien Geld zu verdienen. Auf der einen Hand können Sie
versuchen, die Aktien möglichst günstig einzukaufen und auf steigende Kurse zu warten, um die Aktien dann gewinnbringend
zu verkaufen. Auf der anderen Hand können Sie die Dividende, also die Gewinnausschüttung des Unternehmens, von dem Sie
die Aktien gekauft haben, nutzen.

Schnäppchen schlagen können Sie vor allem, wenn Sie in vergünstigte Mitarbeiteraktien investieren. In den
meisten Fällen lohnt sich alleine aufgrund des Rabatts ein Investment.

Praktisch das Gegenteil vom Aktieninvestment ist das Eigenheim. Es bietet zwar
Sicherheit, jedoch ist Ihr Kapital für sehr lange Zeit gebunden und Sie haben keine Möglichkeit, es für den
anderweitigen Aufbau von Reichtum zu nutzen. Wer dennoch mit Immobilien reich werden möchte, sollte auf höhere Renditen setzen und es mit Immobilien-Crowdinvesting setzen. Dabei
schließen sich viele Anleger über eine Internetplattform zusammen, um gemeinsam hohe Beträge anlegen zu können. So
erreichen sie die Schwellen zu den hoch verzinsten Anlageklassen, die bisher nur professionellen Anlegern
vorbehalten waren. Informieren Sie sich über aktuelle Investitionsmöglichkeiten in diesem Bereich. Bei aller Risikobereitschaft sollten
Sie darauf achten, Ihre Anlagen zu diversifizieren. Zudem sollten Sie sich ein Notfallkonto mit drei bis sechs
Nettogehältern einrichten.

Eigenverantwortung

Wer Millionär werden will, muss die Verantwortung für sein Geld tragen können. Am besten ist es daher,
sich selbst um seine Finanzen zu kümmern. Denn Finanzberater sind oft nur auf den eigenen Vorteil bedacht, vor allem
wenn sie von einer bestimmten Bank abhängig sind. Die von ihnen vermittelten Verträge sind häufig schlecht und
teuer. Wenn es Ihnen an Wissen fehlt, dann suchen Sie sich einen Honorarberater. Dieser kostet zwar
Geld, berät aber unabhängig und wird nach Stunden bezahlt und nicht pro erfolgreichem Vertragsabschluss. Dadurch ist
sicher, dass Sie auch wirklich eine gute Beratung und das beste Angebot erhalten. Hilfreich ist es auch sich an
Menschen zu wenden, die es bereits geschafft haben. Im Gegensatz zu ihrem Bankberater, der selbst in der Regel nicht
reich ist, weiß ein Wohlhabender oft sehr genau, wie man zu Reichtum kommt.

Geduld

Oft will man nicht nur reich, sondern schnell reich werden. Vermögenswachstum,
Wissensaufbau und Erfahrung brauchen jedoch Zeit. Und jeder, der sein Geld nicht durch’s Lottospielen oder
hochriskante Finanzprodukte mit hohem Startkapital gewinnt, braucht diese Voraussetzungen. Denken Sie also
langfristig beim Geld anlegen. Mit Geduld
kommen Sie ans Ziel. Ungeduld kann hingegen eine Menge Geld und Nerven kosten.

Intelligente Schulden?

Reichtum erlangen und Schulden machen passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Tatsächlich sollten Sie
grundsätzlich auch darauf achten, nicht mehr auszugeben als Sie verdienen – siehe Punkt 2. Allerdings sind nicht alle Schulden unbedingt schlecht. Schließlich kann man sich beispielsweise zu 3 % Geld leihen, aber damit 10 % Rendite erwirtschaften. In diesem Fall sind es „gute“ Schulden, die beim Aufbau von Reichtum helfen.

Nichtsdestotrotz sollten Sie genau aufpassen, welche Schulden und welches Risiko Sie in Kauf
nehmen. Beim Aktienkauf ist es beispielsweise nicht sinnvoll einen Kredit aufzunehmen, da die Märkte sehr volatil
sind und die Aktien keine monatlichen Erträge generieren um den Kredit abzuzahlen.

Immobilienexperten nutzen
hingegen häufig Kredite, um mit Immobilien reich zu werden. Denn hier gibt es einen monatlichen Cashflow in Form von
Mieten, der den Kredit bedient. Vermieter profitieren jedoch nicht nur von den Mieteinnahmen durch eine Immobilie.
Häuser und Wohnungen lohnen sich zudem durch ihre Wertsteigerung und können zu einem späteren Zeitpunkt
gewinnsteigernd verkauft werden. Trotz Krediten braucht es eine gewisse Menge an Eigenkapital, um mit Immobilien
reich zu werden.

Psycho-Trick

Keine Sorge, zum Schluss kommt kein abwegiger Ratschlag, wie man allein durch seine
Vorstellungskraft oder etwa mit Hypnose reich werden kann. Es geht darum, dass sich reiche Menschen oft durch
bestimmte Verhaltensmuster, Fähigkeiten und Sozialstrukturen auszeichnen. Arbeiten Sie an sich
selbst und entwickeln Sie die spezielle Persönlichkeit, die Ihnen den Aufbau von Reichtum ermöglicht. Insbesondere
sind ein ausgeprägter Kommunikationswille, Ehrgeiz und eine „Hands on-Mentalität“ wichtig. Man
kann auch bereits während der Ausbildung vorsorgen: Eine Eliteuniversität hilft, gerade mit Blick
auf die vielen Kontakte zu ehemaligen Kommilitonen, die im späteren Berufsleben noch nützlich sein können. Außerdem
verleiht Ihnen eine gute Ausbildung Selbstbewusstsein und sicheren Umgang mit Kunden oder Geschäftspartnern. Sie
sehen: Es gibt viele Dinge, die Ihnen den Weg zum Reichtum pflastern können.

Bild-Copyright: elwynn / Shutterstock.com