Glossar

Hier finden Sie Erläuterungen der wichtigsten Begriffe für Ihr Investment auf BERGFÜRST.

A

Abgeltungssteuer
Eine Abgeltungssteuer kann auf realisierte Kursgewinne, Zinsen und Dividenden erhoben werden. Sowohl die Zinsen als auch die Kursgewinne auf BERGFÜRST sind abgeltungssteuerpflichtig.
Aktiengesetz
Das Aktiengesetz regelt die Rechte und Pflichten einer Aktiengesellschaft. Dabei handelt es sich nicht nur um „Gesellschaftsrecht” sondern auch um ein sogenanntes „Neben-Strafrecht”, weil Verstöße gegen das Aktiengesetz bspw. durch den Vorstand oder den Aufsichtsrat zu einer persönlichen Strafbarkeit führen.
Altlasten
Bei einem Grundstück liegen Altlasten vor, wenn es durch den Menschen verursachte, gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens (Bodenkontamination) oder Grundwassers (Grundwasserverschmutzung) gibt, die eine Qualitätsminderung des Grundstücks zur Folge haben. Um Altlasten auszuschließen, sollte vor Baubeginn ein Bodengutachten erstellt werden.
Angemessenheitsprüfung
BERGFÜRST ist dazu verpflichtet, Anleger über ihre Erfahrungen und Kenntnisse zu einzelnen Anlageklassen zu befragen und daraufhin die Angemessenheit der vom Anleger gewünschten Anlage zu prüfen. Im Investitionsprozess beurteilt sich die Angemessenheit danach, ob der Investor über die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen verfügt, um Risiken aus einer Finanzanlage angemessen beurteilen zu können.

B

BaFin
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht – kurz BaFin – vereinigt die Aufsicht über Banken und Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel unter einem Dach. Sie ist eine selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts und unterliegt der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen. Sie finanziert sich aus Gebühren und Umlagen der beaufsichtigten Institute und Unternehmen. Weitere Informationen über die BaFin finden Sie unter bafin.de.
Baugenehmigung
Projektentwickler benötigen eine Baugenehmigung, die ihnen nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften erlaubt, das Bauvorhaben durchzuführen.
Bauträger
Ein Bauträger ist ein Unternehmen, welches gewerbsmäßig Wohn- und Gewerbeimmobilien vertreibt. Dabei überträgt der Bauträger dem Erwerber das Recht am Gebäude und am Grundstück, welches sich (im Gegensatz zum Bauunternehmer) in seinem Besitz befindet.
Beleihungswert
Der Beleihungswert kommt aus dem Kreditgeschäft und stellt die Höhe des maximalen Kreditbetrags dar, welcher durch die Bank gewährt wird und mit hoher Wahrscheinlichkeit den Betrag darstellt, welcher zu jederzeit durch eine Veräußerung erzielt werden könnte.
Bestandsimmobilie
Eine Bestandsimmobilie ist eine bereits existierende und bereits genutzte Immobilie. Ihr Wert kann genauer berechnet werden als der eines Neubauprojektes.
Betriebskosten
Betriebskosten sind Kosten, die durch den laufenden Betrieb einer Immobilie entstehen. Dazu zählen Haftpflichtbeiträge, Heizkosten, Reparaturen und Grundsteuern.
Bodengutachten
Ein Bodengutachten beinhaltet eine Bewertung des Baugrundes und der Grundwasserverhältnisse. In diesem sind eventuelle Altlasten vermerkt.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist ein Durchschnittswert aller Verkaufspreise von Grundstücken pro Quadratmeter und spielt eine wichtige Rolle bei der Ermittlung von Immobilienwerten. Die Ermittlung ist in §196 BauGB erläutert.
Bodenwert

Der Bodenwert ist der Wert eines unbebauten Grundstücks. Laut §10 ImmoWertV können sowohl Preise vergleichbarer Grundstücke als auch Bodenrichtwerte verwendet werden.

Bonuszins
Bei einem erfolgreichen Projekt können Bonuszinsen am Laufzeitende an die Investoren ausgeschüttet werden. Das ist auf BERGFÜRST jedoch projektabhängig und vom Emittenten festzulegen.
Brutto-Grundfläche (BGF)
Die Brutto-Grundfläche ist die Fläche, die sich aus der Summe aller Grundflächen eines Gebäudes errechnet. Sie umschließt sowohl überdeckte (z.B. Keller, Dachgeschosse) als auch nicht überdeckte Bereiche (z.B. Balkone). Sie wird aus der Summe von Netto-Grundfläche (NGF) und Konstruktionsgrundfläche (KGF) errechnet.
Bürgschaft
Bei einer Bürgschaft verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeiten des Dritten einzustehen. Eine Höchstbetragsbürgschaft ist eine besondere Form der Bürgschaft und ermöglicht es, die Haftung des Bürgen auf einen Höchstbetrag zu begrenzen.

C

Courtage
Courtage bezeichnet die Provision, die an den Makler nach Abschluss der Kaufverträge oder der Vermittlung eines Vertrages zu entrichten ist.
Crowdfinancing
Crowdfinancing (Schwarmfinanzierung) ist der Überbegriff für die Finanzierung eines Projektes über das Internet. Dabei wird unterschieden unter Crowdfunding, Crowdlending und Crowdinvesting.
Crowdfunding
BERGFÜRST liegt das Prinzip des so genannten Crowdfundings zu Grunde. Zur finanziellen Unterstützung („funding“) von Projekten oder gemeinsamen Zielen steuern hier über eine Internetplattform viele Einzelpersonen, die zusammen einen Schwarm, also eine „crowd“ bilden, Kapital bei.
Crowdinvesting
Die Idee der Finanzierung via Internet ist ein gerade erst entstehender Markt. Viele Investoren (crowd) investieren (invest) in Unternehmen, die sie als vielversprechend erachten, und beteiligen sich direkt an ihnen. Crowdinvestoren unterstützen die Unternehmen nicht nur mit Beteiligungskapital, sondern auch mit sozialem Marketing und inhaltlichen Beiträgen und Anregungen. BERGFÜRST hat sich aus diesem Prinzip heraus entwickelt.

D

Darlehen
Ein Darlehen (auch Kredit) ist ein schuldrechtlicher Vertrag, der dem Darlehensnehmer Geld auf eine bestimmte Zeit für eine bestimmte Gebühr (Zins) durch den Darlehensgeber gewährt wird.

E

Eigenkapital
Mit dem Eigenkapital haftet das Unternehmen. Das Eigenkapital wird durch die Gesellschafter eingezahlt. Das Eigenkapital kann durch Kapitalerhöhungen oder die durch die Einstellung von Jahresüberschüssen in die freie Kapitalrücklage erhöht werden. Der Bilanzverlust reduziert das Eigenkapital.
Eigenkapitalbeteiligung
Wenn ein Kapitalgeber durch seine Investition Mitgesellschafter am Unternehmen wird, spricht man von einer Eigenkapitalbeteiligung. Der Investor stellt dem Unternehmen Eigenkapital zur Verfügung, erhält dafür zwar keine Sicherheiten und trägt das unternehmerische Risiko des Scheiterns bei Kapitalgesellschaften in vollem Umfang bis zur Höhe seiner Investition mit, im Gegenzug ist er aber am Ergebnis (Gewinn und Verlust) und am Vermögen eines Unternehmens beteiligt.
Emission
Die Ausgabe von Wertpapieren und deren Platzierung an einem organisierten Kapitalmarkt wird Emission genannt. Findet die Emission erstmalig mit einem öffentlichen Angebot statt, sprechen die Experten auch von Initial Public Offering (IPO).
Emittent
Der Emittent ist das Unternehmen oder die Institution, die im Rahmen einer öffentlichen Emission neue Wertpapiere auf dem Kapitalmarkt begibt.
Endfällige/s Verzinsung/Darlehen
Eine endfällige Verzinsung besagt, dass während der gesamten Laufzeit eines Kredites keine Zinsen ausgezahlt werden, sondern diese ausschließlich mit der Rückzahlung des gesamten Darlehens zum Ende der Laufzeit anfallen.
Energieausweis
Der Energieausweis bzw. Energiepass ist ein Gütesiegel für Immobilien und drückt deren Energieeffizienz aus.
Equity Story
Die Equity Story (Unternehmensportrait) liefert Informationen zum Geschäftsmodell, zum Team und Produkt bzw. Dienstleistung, zu den Produktionsmethoden, der Technik, dem Markt, dem Wettbewerb, dem Absatzpotenzial und der Planung. Die Unternehmensstrategie wird erläutert. Das Unternehmensportrait ist ein wesentlicher Baustein für die Entscheidung eines Investors, sich an der Emission zu beteiligen. Prognosen sind schwierig, weil sie die Zukunft betreffen. Auch wenn sie nach bestem Wissen erstellt werden, kann für ihr genaues Eintreffen keine Haftung übernommen werden.
Ertragswertverfahren
Das Ertragswertverfahren ist ein Verfahren zur Wertermittlung einer Immobilie und ist eine von drei Verfahren, die in Deutschland gesetzlich in der ImmoWertV geregelt sind. Dieses Verfahren berechnet den Wert aus den zukünftig zu erwartenden Einnahmen einer Immobilie.
Exposé
Das Exposé ist ein Schriftstück, welches Informationen über die zu verkaufende oder zu vermietende Immobilie enthält. Der Inhalt eines Exposés ist nicht geregelt. Bei BERGFÜRST enthält das Exposé Informationen über die Lage der Immobilie, genaue Informationen des Projektes (wie bspw. Grundrisse, Energieberechnungen, Versicherungen und Finanzierung sowie Mittelverwendung), der Gesellschafter und des Unternehmerteams, den Immobilienmarkt, das Investmentangebot, die Eckdaten der Projektfinanzierung, Chancen und Risiken der Investition und eine Galerie über die bisherigen Projekte der Gesellschafter und des Unternehmerteams.

F

Finanzierungsplan
Ein Finanzierungsplan ermittelt den genauen Bedarf eines Kredits. Anhand dieses Plans werden die anfallenden Kosten für den Käufer transparent.
Formwechselnde Umwandlung
Bei der formwechselnden Umwandlung verändern Gesellschaften ihre Rechtsform (z.B. von der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder von der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) hin zur Aktiengesellschaft (AG)) unter Beibehaltung der Gesellschafterstruktur. Beim Wechsel von der GmbH zur AG werden aus GmbH-Gesellschaftern Aktionäre. Die AG führt die Geschäfte fort.
Fremdkapital
Geld, das für einen begrenzten Zeitraum und ggf. gegen Gewährung von Sicherheiten bereitgestellt wird, wird als Fremdkapital bezeichnet. Darunter fallen unter anderem Kredite, Lieferantendarlehen und Anleihen; sie werden meist befristet und gegen Zinsen geliehen. Während die Eigenkapitalgeber das unternehmerische Risiko tragen, haftet der Fremdkapitalgeber nicht für Unternehmensentscheidungen und wird bei einer Liquidation vorrangig ausgezahlt (sofern entsprechende Liquidität vorhanden ist). Dafür kann er aber auch nicht wie der Eigenkapitalgeber direkt von einer etwaigen Wertsteigerung des Unternehmens profitieren. Für Wachstumsunternehmen, die stets sehr genau haushalten müssen, können Zinszahlungen und Kredittilgungen große Belastungen darstellen.
Frühphasenfinanzierung
Der Begriff stammt aus der Venture Capital-Branche und wird dort oft auch Early-Stage-Finanzierung genannt. Er bezeichnet die Investitionen in der Start- und Gründungsphase eines Unternehmens, dann also, wenn es meist weder ein tatsächliches Angebot oder Produkt gibt noch erste Kennzahlen, die den Geschäftserfolg schätzbar machen. Die Frühphasenfinanzierung basiert daher auf einer Geschäftsidee und einem Businessplan, der erste Annahmen zu Bedarf, Zielgruppen und Marktchancen beschreibt. Sie ist hoch riskant kann aber auch lukrativ sein, wenn aus Ideen tatsächliche Markterfolge wachsen.
Fundingphase

Die Fundingphase ist der zeitliche Rahmen, in dem die Investoren in das Projekt investieren können.

G

Gemeinschaftseigentum
Zum Gemeinschaftseigentum gehören alle Bereiche einer Immobilie, die nicht zum Sondereigentum gehören. Das sind bspw. Treppenhäuser, Waschräume oder Heizungskeller. Das Recht zur Nutzung erwirbt der Käufer ab dem Erwerbszeitpunktes.
Genussschein
Genussscheine sind die verbriefte Form eines Genussrechtes, die deren Inhaber (Gläubiger) je nach Ausgestaltung einen Anspruch auf Ausschüttungen (Genüsse) einräumt. Am Ende der Laufzeit hat der Inhaber, aufgrund des Gläubigerrechts einen Anspruch auf Rückzahlung des Kapitals zum Nennwert und vereinbarter Zinsen. Der Inhaber eines Genussscheines hat im Vergleich zum Aktionär kein Stimmrecht und ebenso kein Mitwirkungsrecht in Form einer Teilnahme an der Hauptversammlung oder Gesellschafterversammlung. Genussscheine sind regelmäßig Fremdkapital mit Eigenkapitalcharakter und können für den Emittenten eine Mezzanine-Finanzierungsform darstellen.
Gesamtinvestitionskosten
Die GIK sind alle zur Beschaffung und Herstellung einer Immobilie entstehenden Kosten.
Geschäftsbericht
Handelsgesetzbuch und Aktiengesetz regeln die Publizitätspflicht von Aktiengesellschaften, grundsätzlich die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, den Lagebericht des Vorstands, den Bericht des Aufsichtsrats, Vorschlag und Beschluss über die Gewinnverwendung und schließlich den Bestätigungsvermerk des Wirtschaftsprüfers spätestens acht Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres durch die Hauptversammlung billigen bzw. feststellen lassen müssen.
Gewinnabtretung
Eine Gewinnabtretung ist die vertragliche Zusicherung eines Vertragspartners, seine Gewinne an den zweiten Vertragspartner zu übergeben.
Grundbuch
Das Grundkapital (gezeichnetes Kapital laut Handelsregister) wird bei Unternehmensgründung und bei späteren Kapitalerhöhungen in die Gesellschaft eingezahlt. In der Satzung der Aktiengesellschaft wird der Ausgabebetrag von Aktien festgelegt. In der Regel beträgt dieser € 1,--. Das Grundkapital ergibt sich aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien multipliziert mit dem Ausgabebetrag. Das Grundkapital kann grundsätzlich als Geld- oder Sacheinlage erbracht werden, Bei der Sacheinlage muss die Bewertung durch einen Wirtschaftsprüfer erfolgen. Eine Sacheinlage können Beteiligungen an dritten Unternehmen, Maschinen und Anlagen oder auch Erfindungen und Patente sein.
Grundschuld
Die Grundschuld ist eine Form der Kreditsicherheit. Sie hat einen fiduziarischen Charakter, was bedeutet, dass sie nicht an eine Forderung gebunden ist. Sie wird in das Grundbuch eingetragen (grundbuchliche Besicherung) und besitzt einen Rang. Im Falle eines Zahlungsausfalls des Kreditnehmers können nun Ansprüche des Kreditgebers geltend gemacht werden, wobei die Forderung mit einer erstrangigen Grundschuld zuerst bedient wird. Die Sicherheit steigt, je höher der Rang ist.

H

Hauptversammlung
Neben Vorstand und Aufsichtsrat ist die Hauptversammlung das dritte Organ der Aktiengesellschaft. Sie muss über alle relevanten Vorgänge im Unternehmen informiert werden und kann darüber entscheiden. Sie wählt den Aufsichtsrat, der wiederum den Vorstand bestellt. Der Vorstand muss zur Hauptversammlung einladen. Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal im Jahr statt. Hier wird der Jahresabschluss vorgelegt, Vorstand und Aufsichtsrat entlastet und der Aufsichtsrat nach Ablauf der Wahlperiode neu gewählt. Sie bestimmt auch über genehmigtes Kapital zum Zweck von Kapitalerhöhungen. Außerordentliche Hauptversammlungen können etwa auch zu diesem Zweck jederzeit einberufen werden.
Hypothek
Eine Hypothek ist eine akzessorische Sicherheit und ist abhängig von der Höhe der Forderung des Kapitalgebers. D. h. die Besicherung ist immer nur in der Höhe der restlich bestehenden Forderungen. In Deutschland sind Grundschulden die gängigere Form.
Hypothekendarlehen
Ein Hypothekendarlehen ist ein langfristiges Darlehen, welches durch eine Hypothek oder Grundschuld besichert ist. Dadurch hat der Kreditgeber ein geringeres Risiko, weshalb der Darlehenszins sinkt. Die Eintragung einer Besicherung erfolgt im Grundbuch.

I

Institutionelle Anleger
Institutionelle Anleger sind in der Regel Unternehmen, Banken, Versicherungen, Anlagegesellschaften oder die öffentliche Hand, die im Verhältnis zu Privatanlegern große Geldsummen investieren (können).

K

Kapitalanlageimmobilie
So wird eine Immobilie bezeichnet, die ausschließlich zu Anlage- und Investmentzwecken und nicht zur Eigennutzung gehalten wird.
Katasteramt
Das Katasteramt vermisst einzelne Grundstücke und führt diese in einem öffentlichen Kataster. Die einzelnen Bereiche werden dort als Flure und Flurstücke bezeichnet. Diese Flure und Flurstücke können vor einem Grundstückskauf im Katasteramt eingesehen werden.
Kaufpreisfaktor
Der Kaufpreisfaktor spielt eine große Rolle in der Bewertung von Bestandsimmobilieninvestments. Er wird definiert durch die Division des Kaufpreises mit der durchschnittlichen jährlichen Miete. Je höher der Wert ist, desto weniger Rendite kann mit der Bestandsimmobilie erzielt werden.
Kreditsicherheit
Jede Bank, die an ein Unternehmen oder eine Privatperson Geld gewährt, verlangt im Gegenzug Sicherheiten. Diese sind sach- oder personenbezogene Rechte, die dem Kreditgeber das Recht einräumen, diese im Falle einer Zahlungsunfähigkeit auszuüben. Formen verschiedener Sicherheiten sind: Sicherungsabtretung, Grundschuld, Hypothek oder auch eine Bürgschaft.

L

Legitimationsprüfung
Eine Legitimationsprüfung ist in vielen Fällen, insb. durch das Geldwäschegesetz rechtlich vorgeschrieben. Dabei wird die Identität eines Investors geprüft, um Identitätsdiebstahl auszuschließen.
Loan-to-Value (LTV)
LTV ist eine Bewertungskennzahl, die die fremdfinanzierten Mittel in das Verhältnis zum Wert der Immobilie setzt. Je geringer dieser Wert ist, desto attraktiver scheint die Anlage in das Objekt.
Lock-up (Halte)-Frist
Allgemein die Auflage, Aktien nicht vor einer vertraglich festgelegten Zeit zu verkaufen. Altgesellschafter dokumentieren durch die Anerkennung einer Haltefrist, dass sie auf dem Preisniveau der Emission an die weitere Unternehmenswertsteigerung glauben. Besonders wichtig ist die Akzeptanz der Haltefrist für das Management des Emittenten. Damit besteht Interessenkongruenz zwischen freien Aktionären und Altgesellschaftern: Alle sind bestrebt, den Unternehmenswert zu erhöhen. Durch die Akzeptanz einer Haltefrist vermindert sich der Abgabedruck und damit auch die Gefahr für sinkende Kurse durch ein Überangebot an Aktien.
Löschungsbewilligung
Die Löschungsbewilligung ist eine öffentliche Urkunde, die ein Gläubiger nach der Rückzahlung bewilligen kann, um die Grundschuld aus dem Grundbuch entfernen zu können.

M

Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)
Bei Neubauprojekten werden oft schon vor dem tatsächlichen Bau Kaufverträge abgeschlossen. Dabei hat der Bauträger die Möglichkeit, nach den in der MaBV festgelegten Vorschriften Teile des Kaufpreises je nach Baufortschritt von den Käufern zu verlangen. Gleichzeitig haben die Käufer die Sicherheit, dass ihr Geld ausschließlich zum Bau ihres Projektes verwendet wird. Dies hat Einfluss auf die Liquiditätsrechnung des Bauträgerunternehmens.
Makrolage
Bei Immobilienverkäufen werden Exposés erstellt, die einen Überblick über das zu erwerbende Objekt ermöglichen. Dazu gehört die Makrolage, welche Aussagen über die Region trifft, in der sich das Objekt befindet. Diese Betrachtung wird ergänzt durch die Mikrolage.
Mezzanine-Kapital
Mezzanine-Kapital ist eine Zwischenform von Eigenkapital und Fremdkapital. Emittenten können beispielsweise Genussscheine oder Nachrangdarlehen begeben, um Mezzanine-Kapital zu erhalten und ihre Kapitalstruktur zu optimieren.
Mietspiegel
Der Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten im frei finanzierten Wohnungsbau und ermöglicht einen Vergleich der eigenen und Vergleichsmieten.
Mikrolage
Die Mikrolage beschreibt das Gebiet, in dem sich die Immobilie unmittelbar befindet. Sie ist als Ergänzung der Makrolage zu sehen.
Miteigentumsanteil
Der Miteigentumsanteil ist ein Bruchteil des gesamten gemeinschaftlichen Eigentums einer Wohnungseigentümergemeinschaft und wird in einer Teilungserklärung erfasst.

N

Nachrangdarlehen
Bei einem Darlehen handelt es sich um einen Kredit, der vom Unternehmen zurückgezahlt werden muss und für den ein vereinbarter Zins geleistet wird. Die Rangfolge der Darlehen bestimmt die Wahrscheinlichkeit der Rückzahlung im Insolvenzfall. Je höher die Sicherheit desto geringer der Zins. Finanziert etwa eine Bank eine Immobilie, so lässt sie sich im Grundbuch eine Grundschuld eintragen. Andere Kreditgeber lassen sich die vorrangige Rückzahlung ihres Darlehens vertraglich zusichern. Die Kreditgeber nachrangiger Darlehen können vom Risiko ähnlich gestellt sein wie die Eigenkapitalgeber, haben aber keine Mitspracherechte als Gesellschafter. Ein höheres Rückzahlungsrisiko führt regelmäßig zu einer entsprechend höheren Verzinsung.
Nachschusspflicht
Durch Gesetz, Satzung oder Vertrag festgelegte oder auszuschließende beschränkte oder unbeschränkte Verpflichtung für Gesellschafter, an ihre Gesellschaft unter bestimmten Voraussetzungen zahlenmäßig beschränkte oder unbeschränkte Nachschüsse auf die schon bestehende Einzahlungen (Anteile) zu leisten. Nachschüsse dienen meist der Sanierung.
Netto-Grundfläche
Die Nettogrundfläche ist ein Flächenmaß, das durch die DIN 277 Norm definiert wird. Sie stellt die Summe aus allen nutzbaren Flächen eines Gebäudes dar. Die Nettogrundfläche ist der Teil der Fläche eines Gebäudes, die für die gewerbliche Nutzung zur Verfügung steht.

O

Objektrendite
Die Objektrendite ist eine Kennziffer aus der Immobilienwirtschaft und stellt den Reinertrag zu den Anschaffungskosten ins Verhältnis. Sie ist ein Indikator dafür, ob sich die Investition in die Immobilie lohnt. Je höher die Objektrendite, desto attraktiver ist die Investition.

Ö

Öffentliches Angebot
Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren ist eine Mitteilung an das Publikum in jedweder Form und auf jedwede Art und Weise, die ausreichende Informationen über die Angebotsbedingungen und die anzubietenden Wertpapiere enthält, um einen Anleger in die Lage zu versetzen, über den Kauf oder die Zeichnung dieser Wertpapiere zu entscheiden.

P

Partiarisches Darlehen
Ein partiarisches Darlehen ist eine Sonderform des Darlehens, welches sich durch eine gewinnabhängige Beteiligung auszeichnet. Es kann zusätzlich mit einem Festzins ausgestattet sein.
Privatanleger
Privatanleger sind Investoren, die natürliche Personen sind. Sie können sowohl allein als auch in Gruppen auftreten und betreiben klassische Geldanlage.
Privatplatzierung
Bei einer Privatplatzierung handelt es sich um das Gegenteil eines öffentlichen Angebots: Vermögensgegenstände, Wertpapiere und Unternehmensanteile werden exklusiv und gezielt wenigen Investoren angeboten und können von diesen gezeichnet werden. Dabei sind die zu erstellenden Angebotsunterlagen i.d.R. nicht gesetzlich geregelt. Man spricht auch von einem Private Placement.
Projektentwicklung
Die Projektentwicklung stellt den gesamten Prozess aus Entwicklung, Untersuchung und Durchführung von Immobilienprojekten dar.
Proof of Principle
Der „Proof of Principle” liegt vor, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung erste Marktakzeptanz findet und Kunden sie kaufen oder in Anspruch nehmen.

Q

Quartalsbericht
Quartalsbericht berichten über jeweils drei Monate eines Geschäftsjahres. Sie enthalten eine GuV, eine Kapitalflussrechnung sowie alle weiteren Angaben zur Geschäftstätigkeit, die für den Investor relevant sind, um zu beurteilen ob er Aktien des Unternehmens halten, kaufen oder verkaufen möchte.

R

Reinertrag
Der Reinertrag ist der jährliche Rohertrag abzüglich der Bewirtschaftungskosten einer Immobilie.
Rohertrag
Der Rohertrag einer Immobilie ergibt sich aus den bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung und zulässiger Nutzung marktüblichen erzielbaren Erträgen.

S

Sachwert
Der Sachwert ist der Grundstückswert, welcher sich aus Bodenwert, Bauwert der Immobilien und dessen Außenanlagen berechnet. Er dient zur Ermittlung des Beleihungswertes einer Immobilie.
Sachwertverfahren
Das Sachwertverfahren ist ein Verfahren zur Ermittlung des Immobilienwertes und ist in Deutschland in der ImmoWertV geregelt.
Seedphase
Seedphase heißt der erste Abschnitt im Lebenszyklus eines Unternehmens. In dieser Startphase wird die Saat (engl.: Seed) der künftigen Geschäfte gelegt. In der Seedphase entstehen die ersten Ideen für Angebote eines Unternehmens oder Start-ups, werden Techniken oder Produkte entwickelt, aber auch Geschäfts- und Preismodelle. Meist verzeichnet ein Unternehmen in der Seedphase keine Einnahmen: Unternehmer müssen diese Phase, die im High- oder Biotechbereich mehrere Jahre dauern kann, entweder aus Erspartem oder durch einen Zweitjob finanzieren. Oder sie gewinnen einen Business Angel, der ihnen mit Geld und Erfahrung unter die Arme greift, oder Venture Capital, um ihre Geschäftsideen auszuarbeiten. Eine andere Möglichkeit ist, potenziellen Nutzern und Interessierten, einer Crowd, eine Direktanlage anzubieten und durch Crowdinvesting Kapital einzusammeln.
Senior Loan
„Senior Debt Loan” ist die englische Bezeichnung für vorrangiges Fremdkapital und zeichnet sich dadurch aus, dass es im Insolvenzfall zuerst zurückbezahlt wird. Im Bereich der Mezzanine-Finanzierung handelt es sich dabei um Fremdkapital, welches zwar nachrangig zum vorrangig besicherten Fremdkapital steht, jedoch durch die Bestellung von Sicherheiten weniger risikoreich ist.
Sicherungsabtretung
Die Sicherungsabtretung (auch Zession genannt) beinhaltet die Abtretung von Forderungen des Schuldners an den Gläubiger. Dabei steht dem Gläubiger gegenüber dem Schuldner der abgetretenen Forderungen (bei Gehaltsabtretung bspw. dem Arbeitgeber des Schuldners, Gehaltszahlungen betreffend) die volle Rechtsstellung des Schuldners zu.
Sondereigentum
Das Sondereigentum ist nach dem Wohnungseigentumsgesetz (WEG) ein dem Volleigentum ähnliches Recht. Dabei muss dieses jedoch nicht zu Wohnzwecken genutzt werden. Dadurch können dies beispielsweise auch Geschäfts- oder Lagerräume sein.
Sondernutzungsrechte
Sondernutzungsrechte sind Rechte auf die Alleinnutzung von bestimmten Flächen und Räumen wie bspw. Terassen für Erdgeschosswohnungen oder KFZ-Stellplätze und müssen in der Teilungserklärung beschrieben und festgelegt sein.
Special Purpose Vehicle (SPV)
Ein special purpose vehicle (oder Zweckgesellschaft) ist eine juristische Person, die für einen genau definierten Zweck gegründet wurde und die sich nach Erfüllung ebendieses normalerweise wieder auflöst.
Squeeze out
Hält ein Aktionär mehr als 95% der Anteile eines Unternehmens, so kann er die restlichen Aktionäre gegen eine angemessene Entschädigung auskaufen und so 100% der Aktien erwerben. Die Entschädigung erfolgt immer in Form einer Barabfindung. Das Verfahren des Squeeze out ist in §§ 327 a ff. AktG eindeutig geregelt.
Step Up
Wenn das Anlagevermögen real mehr wert ist als in der Bilanz ausgewiesen, nennt man die Differenz „Stille Reserve”. Bei bestimmten Geschäftsvorfällen erlaubt das Handelsrecht diese stillen Reserven in der Bilanz aufzudecken und den höheren Wert anzusetzen. Diese Aufdeckung stiller Reserven nennt man Step Up. Ein solcher Vorgang muss nicht zwingend auch in der Steuerbilanz erfolgen, so dass handelsbilanzielle Step Up-Vorgänge steuerneutral sein können.

T

Teileigentum
Das Teileigentum ist ein Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken benutzten Räumen eines Gebäudes in Verbindung mit dem Miteigentumsanteil am gemeinschaftlichen Eigentum.
Teilungserklärung
Sowohl Haus als auch Grundstück werden durch eine sogenannte Teilungserkärung aufgeteilt. Diese notarielle Teilungserklärung regelt das Verhältnis der Wohnungseigentümer untereinander und die Pflichten des Verwalters für das Gemeinschafts- und Sondereigentum.
Track Record
Ein Track Record ist eine Liste zur Beurteilung der Erfolge von Investitionen.
Treuhänder
Siehe Treuhandgesellschaft.
Treuhandgesellschaft
Eine Treuhandgesellschaft verwaltet das von anderen übertragene Vermögen und nimmt die damit verbundenen Rechte wahr.

U

Unternehmenswert
Der Unternehmenswert einer Aktiengesellschaft kann u.a. aus ihrer Marktkapitalisierung ermittelt werden, die sich bestimmt aus der Anzahl aller ausgegebenen Aktien multipliziert mit dem Kurs der einzelnen Aktie. Die Bestimmung bei anderen Gesellschaftsformen, die nicht an einem Markt gehandelt werden, ist naturgemäß schwieriger, da sich hier keine Marktpreise bilden. Anhaltspunkte geben in diesem Fall die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens und die Prognose zukünftiger Gewinne und Verluste.

V

Venture Capital
Venture Capital ist eine besondere Form von Private Equity oder der Eigenkapitalbeteiligung und wird auch Risiko- oder Wagniskapital genannt. Die Begriffe verweisen auf die hohen Gefahren, die mit solchen Investitionen verbunden sind. Venture Capital wird von spezialisierten Gesellschaften an junge Unternehmen vergeben, deren Geschäftsmodelle sich am Markt noch nicht durchgesetzt haben und deren wirtschaftlicher Erfolg nur geschätzt werden kann. Bei einer Insolvenz der Unternehmen geht der Investor regelmäßig leer aus und verliert sein eingesetztes Kapital. Hat das Unternehmen Erfolg, profitiert er vom Wertzuwachs des Unternehmens. Venture Capital Geber rechnen in der Regel damit, dass sich von zehn Beteiligungen etwa drei überdurchschnittlich entwickeln und hohe Renditen abwerfen, drei eine durchschnittliche Performance zeigen und drei bis vier nur unterdurchschnittlich wachsen oder sogar in die Insolvenz stolpern. Venture Capital-Geber streuen daher ihre Risiken, investieren in verschiedene Geschäftsmodelle und informieren sich regelmäßig über neue Trends und Unternehmen. Zur Erreichung ihrer Ziele halten Venture Capital Geber strikt ihre internen Richtlinien ein. Das bedingt dass sie auch bei erfolgreichen Unternehmen nicht alle Phasen alleine finanzieren. Vielmehr lassen sie sich häufig verwässern. Das heißt zur Risikostreuung werden neue Investoren gewonnen, die das unternehmerische Risiko mittragen und dann gemeinsam mit ihnen an Chancen und Risiko partizipieren. Bei BERGFÜRST kann der private Investor selbst Venture Capital an junge Unternehmen vergeben. Zu empfehlen ist, sich vor dieser riskanten Kapitalanlage mit den Businessplänen der Unternehmen auseinander zu setzen und zu prüfen, ob die darin enthaltenen Ziele und Schätzungen realistisch klingen.
Vergleichswertverfahren
Das Vergleichswertverfahren ist ein Verfahren zur Ermittlung des Immobilienwertes und ist in Deutschland in der ImmoWertV geregelt.
Verkehrsfläche
Unter Verkehrsfläche versteht man Flächen für den Straßen-, Schienen- und Luftverkehr sowie Landflächen, die dem Verkehr auf Wasserstraßen dienen.
Verkehrswert

Der Verkehrswert einer Immobilie ist der Wert, zu dem die Immobilie zum gegenwärtigen Zeitpunkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr veräußert werden könnte. Er entspricht demnach dem aktuellen Marktpreis. Er wird mithilfe des Vergleichswertverfahrens bestimmt.

Vermögensanlageinformationsblatt (VIB)
Das Vermögensanlageinformationsblatt (VIB) ist ein von der BaFin gefordertes Produkt und muss auf maximal drei DIN A4-Seiten kurz und verständlich über die angebotene Vermögensanlage informieren. Dieses muss über die gesamte Dauer des öffentlichen Angebots in der aktuellsten Version auf der Website des Anbieters hinterlegt sein. Die BaFin prüft jedoch nicht den Inhalt des VIBs.
Verwahrstelle
Um die technischen, personellen und organisatorischen Kapazitäten für eine deutlich gestiegene Nachfrage zu schaffen, benötigen Unternehmen häufig eine Wachstumsfinanzierung. Während etablierte Unternehmen oft Wachstum aus eigener Kraft und aus dem Cash Flow oder laufenden Geschäft heraus bezahlen können, verfügen Jungunternehmen noch nicht über solche Reserven. Bei Ihnen ist zudem das Risiko des Scheiterns in Wachstumsphasen hoch. Deshalb suchen sie Kapital bei Venture Capital-Gesellschaften oder aber in der Crowd von Internet-Nutzern, Kunden, Partnern oder anderen Interessierten und über die Crowdinvesting-Plattform BERGFÜRST.

W

Wachstumsphase
Nach der Gründungsphase und der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen betritt das Unternehmen den Markt. Die mit hohen Kosten verbundene Wachstumsphase führt zu schnell steigenden Umsätzen, aber auch erheblichem Kapitalbedarf. Erwirtschaftete Einnahmen werden i.d.R. sofort in den Geschäftsaufbau reinvestiert. Bei Investoren wird weiteres Kapital eingeworben, um den Geschäftsaufbau voranzutreiben.
Wachstumsunternehmen
Hier handelt es sich um Unternehmen, die die Produktentwicklung bis zur Marktreife abgeschlossen haben und nun mit ihren Produkten bzw. Angeboten den relevanten Markt erschließen. In dieser Phase benötigen die Unternehmen weiteres Kapital, um intern die Vermarktungsstrukturen aufzubauen und im Rahmen von Marketingaktivitäten ihr Produkt bzw. Angebot bekannt zu machen. Der Aufbau interner Vermarktungsstrukturen beinhaltet neben einer Vertriebsorganisation mit Distributionskanal, die Lagerwirtschaft und ggf. auch die Beschaffung und Fertigung. Die wesentlichen unternehmerischen Risiken liegen in der richtigen Einschätzung der Marktpotentiale und der Marktdynamik, der richtigen Wahl der Instrumente, um die Markterschließung kosteneffizient zu erreichen und im erfolgreichen Aufbau der internen Prozesse. Geht die Rechnung auf, können diese Unternehmen ihren Umsatz häufig stark steigern und Marktanteile gewinnen. Die Wachstumsgeschwindigkeit, die Größe des relevanten Marktes, die Wettbewerbssituation und die Ertragspotentiale sind wesentliche Faktoren, die dann den Unternehmenswert bestimmen. Kredite sind an dieser Stelle häufig nur in sehr begrenztem Umfang das risikoadäquate Instrument. Deshalb finanzieren Banken diese Finanzierungsphase nur in sehr begrenztem Umfang. Private Investoren, meist Venture Capital-Gesellschaften oder Risikokapitalgeber, finanzieren diese Unternehmen in ihren Wachstumsphasen meist mit Eigenkapital. Daneben bietet auch Crowdfunding oder Crowdinvesting, wie es BERGFÜRST anbietet, diesen Unternehmen die Möglichkeit, Kapital aufzunehmen.
Weichkosten
Unter Weichkosten versteht man die Extrakosten eines Fonds oder eines ähnlichen Anlageproduktes, die nicht substanzbildend sind. Darunter fallen z.B. Ausgabeaufschläge, Vertriebskosten oder auch die Konzeptionierung des Produktes.
Wertermittlungsverfahren
Durch Wertemittlungsverfahren wird mithilfe verschiedener Methoden versucht, den Wert einer Anlage zu bestimmen. Für Immobilien sind drei Verfahren von Bedeutung: Das Vergleichswertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Sachwertverfahren. Diese drei Verfahren sind in der ImmoWertV näher erklärt.
Wertpapierprospekt
Für die Emission von Wertpapieren verlangen die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen grds. einen Wertpapierprospekt. Dieser beinhaltet wichtige Informationen zur Vermögen-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens. Er beschreibt die Entwicklung und die Geschäfte eines Unternehmens und listet insbesondere die mit der Investition verbundene Risiken auf, die der Investor eingeht, wenn er die Wertpapiere erwirbt. Der Mindestinhalt eines Wertpapierprospektes bestimmt sich nach den gesetzlichen Vorschriften. Der Wertpapierprospekt wird durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) nur auf die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen geprüft und anschließend gebilligt.
Wertpapierprospektgesetz
Bei einem öffentlichen Angebot von Wertpapieren soll der potentielle Investor über alle Informationen verfügen, die auch der Emittent und die bisherigen Gesellschafter haben, um zu beurteilen, ob die Zeichnung sich für ihn zu welchem Preis lohnt. Die Anforderungen werden durch das Wertpapierprospektgesetz genau geregelt. Auf dieser Basis kann die Vollständigkeit auch durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) überprüft werden.
Wohneigentum
Als Wohneigentum wird das Eigentum an einer Immobilie oder das Teileigentum bezeichnet. Entscheidend ist, dass dieses Eigentum zur Selbstnutzung bestimmt ist.
Wohnfläche
Zur Wohnfläche gehören alle anrechenbaren Grundflächen, die ausschließlich zum Bewohnen dienen. Dazu gehören keine Zubehör-, Wirtschafts- und Geschäftsräume. Die genaue Berechnung der Wohnflächen ist in der Wohnflächenverordnung (WFlV) geregelt.
Wohnungseigentümergemeinschaft
Die Wohnungseigentümergemeinschaft ist die Gesamtheit der Teil- und Wohnungseigentümer einer bestimmten Wohnanlage. Sie ist nach dem Wohnungseigentumsgesetz geregelt. Alle Parteien der Eigentümergemeinschaft müssen die Entscheidungen gemeinsam treffen und werden von außen durch einen Verwalter vertreten.
Wohnungseigentumsgesetz (WEG)
Das WEG regelt das Eigentum der durch eine Teilungserklärung geregelten und sowohl zu Wohnzwecken als auch zu nicht-Wohnzwecken genutzten Räumen und Flächen.
Working Capital
Working Capital ist der Überschuss der kurzfristig (innerhalb eines Jahres) liquidierbaren Aktiva eines Unternehmens über die kurzfristigen Passiva. Dazu gehören Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, fertigen Erzeugnissen und Anzahlungen. Ferner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder gegen verbundene Unternehmen. Und nicht zuletzt Wertpapiere aller Art sowie die liquiden Mittel nicht nur in der Kasse, sondern auch Bankguthaben aller Art. Übersteigt das kurzfristig gebundene Umlaufvermögen auf der Aktivseite der Bilanz die kurzfristigen Passiva, also in der Regel Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten oder kurzfristige Krediten, so spricht man von Working Capital, mit dem das Unternehmen den Beschaffungs-. Produktions- und Absatzprozess zusätzlich finanzieren kann. Unter kurzfristig versteht man in diesem Fall ein Jahr.
WpHG - Wertpapierhandelsgesetz
Das Wertpapierhandelsgesetz regelt den Handel mit Wertpapieren und schreibt die Rechte und Pflichten u.a. auch für Finanzdienstleistungsunternehmen fest. Ziel ist die Herstellung von Transparenz und die Vermeidung von Insiderhandel, weshalb das Gesetz bspw. die Publizitätspflichten ausführlich regelt. Die Einhaltung des WpHG wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht beaufsichtigt.

Z

Zwangsverwertung
Wenn der Darlehensnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen auf Dauer nicht mehr nachkommen kann, wird die beliehene Immobilie zwangsverwertet und wird dann, im Rahmen eines vom Gesetzgeber genau vorgegebenen Procedere, zwangsversteigert.
Zwischenfinanzierung

Unter Zwischenfinanzierung versteht man die Beschaffung von kurz- bis mittelfristigen Geldmitteln, die zu einem späteren Zeitpunkt durch Endfinanzierungen abgelösten werden.