Hohe Rendite

Mit diesen Geldanlagen erzielen Sie eine hohe Rendite

Valeria Nickel, 04.12.2017

Keine Frage: Jeder Sparer möchte eine attraktive Rendite erzielen. Tagesgeld und Festgeld, ein Sparplan oder Sparkonto können diese aufgrund der aktuellen Niedrigzinsen nicht bieten. Investoren müssen sich deshalb nach einer alternativen Kapitalanlage umsehen, um Gewinne zu erzielen. Beim Investment müssen sie dabei die schwere Entscheidung zwischen Rendite und Risiko treffen. Warum ist Rendite aber überhaupt so wichtig und wo haben Sie derzeit renditeträchtige Anlage­möglich­keiten?

Jetzt 10 € Startguthaben und hohe Renditen sichern!

Was bezeichnet der Begriff Rendite?

Die Rendite berechnet man, um verschiedene Geldanlagen miteinander
vergleichen
zu können, bei denen jeweils unterschiedliche Kosten und Gewinne anfallen. Die Rendite gibt das Verhältnis der Auszahlungen zu den Einzahlungen an. Damit kann man beispielsweise ausrechnen, welcher Zinssatz erforderlich ist, um bei mehreren Kapitalanlagen zum gleichen Auszahlungs-Ergebnis zu kommen.

Die Rendite ist nicht zu verwechseln mit dem Gewinn:
Stellen Sie sich vor, Sie leihen jemandem im Rahmen eines Kreditprojekts 1.000 Euro und bekommen 1.100 € zurück – also 100 € mehr. Im Rahmen eines anderen Kreditprojekts verleihen Sie 2.000 € und erhalten 2.200 € wieder – 200 € mehr. Bei welchem der beiden Kreditprojekte bekommen Sie die größere Rendite? Die „Rendite” im zweiten Deal erscheint mit 200 € höher. Allerdings verleihen Sie dabei ja auch doppelt so viel Geld wie beim ersten Mal. Bei der Renditeberechnung müssen Sie also den Gewinn bezogen auf das eingesetzte Kapital
berechnen. 100 € sind bezogen auf 1.000 € Kapital­einsatz 10 %. 200 € sind bezogen auf 2.000 € Kapitaleinsatz ebenfalls 10 %. Beide Kreditprojekte haben also die gleiche Rendite.

Eine weitere Größe, die bei der Renditeberechnung nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist der Anlagezeitraum.
Stellen Sie sich wieder das Beispiel Kreditprojekte vor: Sie verleihen 1.000 € und erhalten nach einem halben Jahr 1.100 € zurück. In einem anderen Fall erhalten Sie denselben Betrag erst nach einem ganzen Jahr zurück. Vergleichen Sie den Gewinn mit dem eingesetzten Kapital, so kommen Sie in beiden Fällen auf 10 % des eingesetzten Kapitals. Allerdings ist der Zeit­raum, in dem Sie das Geld weggeben, unterschiedlich. In der Finanzwelt ist der Standardzeitraum ein Jahr – das berühmte „p.a.” (lat. für „per annum”). Die Rendite beträgt im ersten Fall also 20 % p.a., im zweiten Fall 10 % p.a. Sie wird immer auf ein Jahr hochgerechnet, auch wenn der tatsächliche Investitionszeitraum kürzer ist, damit die Renditen unterschiedlicher Investitionen vergleichbar sind.

Hier geht’s zu den hohen Renditen!

Niedrigzinsphase: Hat sich das Sparverhalten der Deutschen verändert?

Grundsätzlich haben die deutschen Sparer den Ruf, sich nicht viel um die Rendite zu scheren und eher das Risiko zu scheuen. Schließlich ist das Sparbuch auf der Bank, der Inbegriff der Minizinsen, ihre beliebteste Geldanlage. Noch im vergangenen Herbst stellte die Bundesbank in einem ihrer Monatsberichte fest, dass auch der anhaltende Niedrigzins das Sparverhalten der Deutschen bislang nur wenig beeinflusst hat. Der erwartete „Run” auf Aktien oder Fonds bliebe aus. In diesem Jahr zeigen die niedrigen Zinsen nun jedoch langsam Wirkung: In einer
Umfrage des Bankenverbands vom Februar 2016 gaben 22 % der Befragten an, dass sie weniger sparen, weil sich dies ihrer Meinung nach nicht mehr lohne. Dennoch richten immer noch 70 % ihr Sparverhalten nicht an der Höhe der Zinsen aus.

Sparverhalten und Niedrigzinsen

Quelle: Bankenverband

Auch der Monatsbericht der Bundesbank von April 2016 ergibt, dass Anleger trotz des sinkenden Zinsniveaus keine übermäßig starken Risiken am Aktienmarkt eingehen.

Dass das Anlegerverhalten nicht unvorsichtig wird, ist zwar positiv – sich jedoch mit niedrigen bis keinen Renditen zufrieden zu geben, ist für Anleger nachteilig. Als Investor benötigt man natürlich viel Motivation, um seine Anlagestrategie zu verändern und eine höhere Risikoaffinität zu entwickeln. In der derzeitigen
Niedrigzinsphase
kann sich dies jedoch nur lohnen. Das Problem an einer niedrigen Verzinsung ist nämlich die Inflationsrate. Durch eine positive Inflation verliert das Geld ständig an Wert – was in Maßen auch gut und richtig für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes ist. Sparer, deren Renditen aber unter der Inflationsgrenze liegen, verlieren praktisch Geld, da sie am Ende des Anlage­zeit­raums weniger von dem Geld kaufen können, als sie es zu Beginn der Anlage konnten. Für Privatanleger ist es daher wichtig, ihr Sparverhalten auch an der Höhe der Zinsen auszurichten.

Was sind Geldanlagen mit hoher Rendite?

Aktien

Der Klassiker bei den renditeträchtigen Anlagen sind Aktien von Unternehmen. Sie bringen bei mittel- bis langfristiger Anlagedauer laut Bundesbank seit 1991 eine durchschnittliche jährliche Rendite von gut 8 %. Damit sind sie die renditestärkste Anlageform. Außerdem erhalten Aktionäre eine jährliche Dividende. Die Kehrseite der Medaille sind hohe Wertschwankungen der Aktien. Ist ihr Kurswert erst einmal massiv gefallen, kann es lange Zeit dauern, bis der Anleger das damit verlorene Geld wieder rein­holt. Eine Möglichkeit zur Diversifikation vom eigenen Portfolio bieten Aktienfonds, bei denen Sie in verschiedene Unternehmen gleichzeitig investieren können. Immer beliebter ist auch das Investment in einen Aktienindexfond bzw. ETF (Exchange Traded Fund). Dies sind börsennotierte Fonds, die einen bestimmten Index wie den DAX abbilden, womit gewährleistet ist, dass sich die Performance des Fonds immer parallel zum Index entwickelt.

Aktienanleihen

Eine renditestarke Alternative zu Aktien: für Käufer festverzinslicher Wertpapiere bzw. Unter­nehmens­anleihen sind Aktienanleihen. Eine Aktienanleihe ist ein Vertrag zwischen Emittenten (z.B. einer Bank) und Investoren, der einerseits wie eine Anleihe funktioniert: Der Investor erhält einen festen Zinskupon über eine klar begrenzte Laufzeit hinweg und der Emittent erhält das von dem Investor bereitgestellte Kapital. Andererseits sind die Zinsen bei Aktienanleihen höher als bei klassischen Unternehmensanleihen, denn es gibt eine variable Art der Rückzahlung. Der Emittent hat ein Wahlrecht: Entweder er zahlt bei Fälligkeit den Nennwert der Anleihe als Geldbetrag zurück oder eine bestimmte, vorab festgelegte Anzahl von Aktien bzw. deren Gegenwert. Es ist also Kombination aus einer hochverzinslichen Anleihe und einer Inhaberschuldverschreibung, deren Wert auf einer Aktie basiert. Aus den zwei möglichen Schluss-Szenarien wählt der Emittent selbstverständlich diejenige, die für ihn am günstigsten ist. Wenn der Kurs einer Aktie steigt, erhält der Anleger nur den Betrag zurück, den er einst als Anleihe bereitgestellt hat; fällt der Kurs der Aktie, liefert der Emittent die vorab festgelegte Anzahl von Aktien. In diesem Fall verringert sich die Rendite des Anlegers, da der aktuelle Kurswert der Aktien geringer ist als der Nennbetrag, den er einst in die Anleihe investiert hat. Damit ist die Gewinnchance bei einer Aktienanleihe für den Anleger nach oben hin gedeckelt. Das ist der Preis für die meist weit über Marktniveau liegenden Zinsen.

Exotische Kapitalanlagen: Oldtimer

Wer es noch ausgefallener mag, der kann auf der Suche nach einer guten Rendite beispielsweise auch auf exotische Kapitalanlagen wie Oldtimer setzen. Das teuerste Auto der Welt ist ein Oldtimer: der Ferrari 250, Baujahr 1957. 2011 hat er für 12 Mio. € den Eigentümer gewechselt. Eine
konstante Wertsteigerung
ist – bei richtiger Pflege des Wagens – wahrscheinlich. Gerade bei Oldtimern und Pkw-Klassikern ist der Markt groß. Sachwerte sind außerdem relativ unabhängig von der Welt­wirtschafts­lage. Die Geldanlage Auto ist zudem weniger schwankend als die meisten Aktien. Nach dem Oldtimer-Preisindex Dox haben Oldtimer in Deutschland seit 1999 trotzdem durchschnittlich 6 % an Wert zugelegt.

Aber Vorsicht vor „Schnäppchen”: Autos mit einem Anschaffungspreis von weniger als 100.000 € müssen meist erst einmal teuer restauriert werden. Da ist es meist sinnvoller, direkt mehr Geld für einen fertig restaurierten Oldtimer einzusetzen. In jedem Fall sollten Sie sich aber mit einem Sachverständigen beraten, bevor Sie eine Kaufentscheidung treffen.

Ein netter – und wichtiger – Nebeneffekt: Oldtimer sollten regelmäßig gefahren werden, damit die Dichtungen nicht porös werden und die beweglichen Teile nicht einrosten. Das Auskosten Ihrer Geldanlage bedeutet hier also nicht Verschleiß, sondern Werterhalt.

Crowdinvesting

Mit dem Aufkommen der FinTechs feiert das Crowdinvesting bzw. Crowdfunding großen Erfolg als alternative Anlagemöglichkeit für Privatanleger. Dabei schließen sich viele Anleger über eine Internetplattform zusammen, um gemeinsam hohe Beträge anlegen zu können. So erreichen sie die Schwellen zu den hoch verzinsten Anlageklassen, die bisher nur professionellen Anlegern vorbehalten waren. Zusammen mit Crowdinvesting-Plattformen entstehen auch immer mehr Kredit-Plattformen (Crowdlending-Plattformen), auf denen private Kreditnehmer und Kreditgeber zu­einander finden können. Als Kapitalgeber kann man die meist hoch verzinsten Kredite ebenfalls als renditereiche Kapitalanlage nutzen – jedoch ist dabei mit besonders hohen Risiken zu rechnen, da Sie die Bonität Ihrer Kreditnehmer schlecht einschätzen können.

Das Crowdinvesting jedenfalls wird immer beliebter, wie diese Studie auf Statista zeigt, die das durch Crowdfunding eingesammelte Kapital in Deutschland von 2011 bis 2015 nach Quartalen darstellt:

Durch Crowdfunding eingesammeltes Kapital

Quelle: Statista

Wer sich auf alternative Anlageklassen einlassen möchte, gleichzeitig aber auf die Wertbeständigkeit von Immobilien vertraut, für den könnte das Immobilien-Crowdinvesting
interessant sein. Viele Immobiliengesellschaften sammeln neben der Finanzierung über eine Bank via Crowdinvesting
Mezzanine-Kapital
ein und bieten dafür hohe Renditen. Informieren Sie sich auch über
aktuelle Investitionsmöglichkeiten.

Jetzt 10 € Startguthaben und hohe Renditen sichern!

Bild-Copyright: Everything / Shutterstock.com