Mit Immobilien Geld verdienen

Vier Möglichkeiten, um mit Immobilien Geld zu verdienen

Lana Iliev, 03.08.2020

Mit Immobilien Geld zu verdienen erscheint in Zeiten niedriger Zinsen besonders verlockend. Geringe Hypothekenzinsen erleichtern nicht nur den Erwerb eines Hauses oder einer Wohnung. Der Sachwert gilt zudem als relativ inflationssicher und verspricht hohe Renditen, mit denen Spareinlagen schon lange nicht mehr mithalten können.

Lesen Sie hier welche Optionen es gibt in Immobilien zu investieren und warum der Kauf einer Immobilie nicht immer die beste Wahl ist.

1 | Der Klassiker – Kauf einer Immobilie

Ein eigenes Immobilienobjekt zu erwerben, erfordert zunächst Eigenkapital. Haben Sie dieses einmal angespart, bietet sich Ihnen eine ganze Reihe von Möglichkeiten:

Möglichkeiten beim Immobilienkauf

Möglichkeiten Chancen
Eigenheim kaufen oder bauen

Günstigeres Wohnen durch Ersparnis von Mietkosten

Mietobjekt kaufen oder bauen

Mieteinnahmen eines Ein- oder Mehrfamilienhauses

Immobilienhandel

Gewinne durch Wertsteigerung und Weiterverkauf

Mehrfamilienhaus in Eigentums­wohnungen aufteilen

Gewinnsteigerung durch Verkauf einzelner Wohnungen

Sanierungsobjekt erstehen und sanieren

Gewinnsteigernder Verkauf des sanierten Objekts

Zwangs­versteigerung

Günstig kaufen und Gewinne durch Mieteinnahmen oder Weiterverkauf erzielen

Rendite steigern durch den Besitz mehrerer Immobilienobjekte

Besonders attraktiv wird der Immobilienbesitz, wenn Sie nicht nur ein Objekt vermieten, sondern gleich mehrere, denn so lassen sich die Gewinne vervielfachen und das Klumpenrisiko abbauen. Weitere Immobilien lassen sich zum Teil mit den Gewinnen aus bereits erstandenen Objekten finanzieren, dennoch erfordert ein solches Vorhaben eine große Summe an Eigenkapital und führt über die Finanzierung nicht selten in einen hohen Verschuldungsgrad.

Warum möchten Sie Geld anlegen?

Nachteil des Immobilienkaufs – Gewinne fallen oft schmaler aus als erwartet

Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) aus dem Jahr 2017 zeigt, dass private Vermieter zunehmend Schwierigkeiten haben eine attraktive Rendite zu erwirtschaften. Insgesamt 7,4 % aller privaten Vermieter erwirtschaften demnach Verluste mit ihrer Immobilie. Auch die Einnahmen durch Immobilien fallen bei der Hälfte (53 %) aller Kleinvermieter mit weniger als 5.000 € netto im Jahr recht überschaubar aus. Die Mietrendite wird durch hohe Anschaffungskosten geschmälert.

Als Gründe nennt das IW dabei vor allem zunehmende staatliche Regulierungen und Bauvorschriften wie die Mietpreisbremse oder die Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung. Vermieter müssen im Schnitt mit energetisch bedingten Mehrkosten von 55.000 € rechnen. Hinzu kommt der Milieuschutz in großstädtischen Vierteln. Im ländlichen Raum haben Vermieter hingegen mit dem geringen Mietspiegel zu kämpfen. Mieteinnahmen fallen hier um rund 70 % geringer aus als in urbanen Ballungsgebieten. Eine Trendwende ist hier derzeit nicht zu erkennen.

Nachteil des Immobilienkaufs – Aufwand und erforderliches Fachwissen

Die Verwaltung und Pflege der eigenen Immobilie ist zudem aufwendig und zeitintensiv. Ob ein Mieterwechsel oder eine Sanierung anstehen, Vermieter haben viele Verpflichtungen und müssen einige Kosten tragen. Zudem erfordert eine Immobilien ein gewisses Maß an baulichem und rechtlichem Fachwissen, denn Fehler können Vermieter teuer zu stehen kommen. Allein beim Kauf einer Immobilie gibt es eine ganze Reihe von Faktoren zu berücksichtigen. Vermietete Immobilien generieren also kein passives Einkommen. Ganz im Gegenteil: Vermieter zu sein ist meist ein Vollzeitjob.

Umgehen lässt sich dies nur durch die Zwischenschaltung eines Hausverwalters. Dieser kostet jedoch Geld und ist häufig nicht bereit eine einzelne Wohnung in einer Eigentümergemeinschaft zu managen, sondern möchte dann möglichst die Gesamtverwaltung eines Hauses übernehmen. Gegebenenfalls ist aber ein bereits eingesetzter Hausverwalter bereit einzelne Wohnungen mit zu betreuen.

Alternativen zum Immobilienkauf

Doch der Erwerb einer Immobilie ist bei weitem nicht der einzige Weg in Immobilien zu investieren und in Zeiten von Niedrigzinsen von den Gewinnen des Immobilienmarktes zu profitieren.

2 | Risiken streuen mit Immobilienfonds

Um mit Immobilien Geld zu verdienen, lassen sich auch Beteiligungen an Immobilienfonds erwerben. Fonds ermöglichen einer großen Anzahl von Anlegern gemeinsam zu investieren. Dadurch entsteht ein großes Investitionsvolumen, das durch einen Fondsmanager diversifiziert angelegt und verwaltet wird.
Dabei gibt es offene Immobilienfonds, die geringe Mindestanlagevolumen ab 50 € aufweisen. Zudem sind sie flexibel: Die erworbenen Anteile können nach dem Ablauf einer Mindesthaltefrist an den Fonds zurückgegeben und ausgezahlt werden. Die Vorteile dieser Geldanlage schlagen sich jedoch in einer recht niedrigen Rendite nieder. So lässt sie die Inflation also kaum ausgleichen.

Geschlossene Immobilienfonds hingegen sind renditestärker. Dafür werden hier jedoch oft sehr hohe Mindestbeteiligungen ab 10.000 € verlangt.

Zudem zeichnen sich geschlossene Immobilienfonds durch eine langfristige Kapitalbindung aus. Es gibt keine Möglichkeit die Beteiligungen vor Ablauf der Laufzeit zurückzugeben. Dabei beträgt die Laufzeit in der Regel mindestens zehn Jahre. Eine Investitionen in geschlossene Immobilienfonds ist somit um einiges riskanter und unflexibel.

3 | Hohe Zinsen mit Immobilien-Crowdinvesting

Eine relativ neue Möglichkeit um mit Immobilien Geld zu verdienen ist hingegen das Immobilien-Crowdinvesting oder die Schwarmfinanzierung. Hier schließt sich eine große Gruppe von Kleinanlegern über eine Online-Plattform wie BERGFÜRST als ‚Crowd’ bzw. ‚Schwarm’ zusammen und investiert gemeinsam in ein Immobilienprojekt. Die Anleger stellen dabei Mezzanine-Kapital für professionelle Immobiliengesellschaften und deren Projekte zur Verfügung.

Im Gegenzug erhalten Anleger auf Anlagemöglichkeiten, die von BERGFÜRST vermittelt werden, einen festen Zinssatz zwischen 5,0 % und 7,5 % pro Jahr. Zudem profitieren Sie mit den Anlagemöglichkeiten auf BERGFÜRST von kurzen Laufzeiten (ein bis fünf Jahre). Weitere Flexibilität entsteht durch die Möglichkeit, Beteiligungen jederzeit online über einen Sekundärmarkt veräußern zu können. Durch ein geringes Mindestanlagevolumen (ab 10 €) lassen sich Investitionen zudem einfach diversifizieren und eine gute Risikostreuung erreichen.

4 | An der Börse in Immobilien investieren

Auch über die Börse kann mit Immobilien Geld verdient werden. So können Anleger beispielsweise Immobilienaktien erstehen und erhalten damit Gewinnbeteiligungen an Immobiliengesellschaften. Dadurch lässt sich indirekt von Gewinnen aus Vermietung, Verpachtung, Wertsteigerung und Verkauf von Immobilien profitieren.

Eine Sonderform von Immobilienaktien sind REITs (Real Estate Investment Trusts). REITs sind meist renditestärker, da sie neben anderen speziellen Vorschriften einer Mindestausschüttungsquote von 90 % unterliegen. Zudem profitieren Sie von steuerlichen Begünstigungen.

Statt in einzelne Aktien zu investieren, bietet sich Anlegern auch die Option ihr Geld in Immobilien-ETF anzulegen. Ein ETF (Exchange Traded Funds) ist ein passiv gemanagter Fonds, der einen Index abbildet. Da es bei ETF keinen Fondsmanager gibt, lassen sich hier Gebühren einsparen. Mit einem Immobilien-ETF lässt sich an der Börse gut das Risiko streuen – auch bei geringen Anlagesummen.

Seien Sie sich bewusst, dass Kapitalanlagen an der Börse Wertschwankungen unterliegen. Sie erhalten hier keine regelmäßigen Zinsen, sondern Gewinnbeteiligungen. Zudem ist es von äußerster Wichtigkeit, dass Sie sich nicht durch Börsenschwankungen verunsichern lassen. Verkaufen Sie Aktien oder Fonds während eines Börsentiefs, machen Sie mit ziemlicher Sicherheit Verluste.


Kauf einer


Immobilie

offene


Immobilienfonds

geschlossene


Immobilienfonds

Immobilien


Crowdinvesting


(BERGFÜRST)

Immobilienaktien /


REITs
Immobilien ETF
Kreditaufnahme

hoher


Kapitaleinsatz
*

niedrige


Mindestanlage
Gewinn
Vermietung


& Verkauf
Gewinnbeteiligung Gewinnbeteiligung
feste


Verzinsung

Gewinnbeteiligung


(Dividenden)
Gewinnbeteiligung
hohe Rendite

Risikostreuung


mit wenig Geld
** **
Liquidität

* Zwar kann auch mit wenig Eigenkapital in einzelne Immobilienaktien investiert werden, ratsam ist dies jedoch nicht, da stets auf eine ausreichende Risikostreuung geachtet werden sollte.

** Bei Investitionen in unterschiedliche Produkte

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