Offene Immobilienfonds kaufen

Offene Immobilienfonds kaufen: Zwei Wege Immobilienfonds zu erwerben

Lana Iliev, 17.09.2019

Offene Immobilienfonds sind interessante Kapitalanlagen, gerade für Privatanleger. Da sie in kleinen Stückelungen herausgegeben werden, lassen sich schon Summen von 50 oder 100 Euro in die Fonds investieren. Damit handelt es sich hier um eine Geldanlage, die sehr gut geeignet ist, um ein Portfolio breiter zu fächern und eine gute Risikostreuung zu erreichen. Denn gerade durch die Beteiligung an Immobilien lässt sich ein Portfolio um eine neue Asset-Klasse erweitern.

Entscheidet man sich als Anleger für das Investment in offene Immobilienfonds, bieten sich jedoch zwei Möglichkeiten zum Kauf: entweder direkt über eine Bank oder indirekt über die Börse.

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Anteile an offenen Immobilienfonds direkt kaufen

Auf dem klassischen Weg lassen sich die Beteiligungen über eine Bank oder einen Anlageberater erwerben. Auf diesem Weg können Anteile, die von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) ausgegeben werden, direkt erworben werden. Hier wird jedoch oft ein Ausgabeaufschlag für die Beratung erhoben. Dieser kann sehr hoch ausfallen, ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent oder mehr ist nicht unüblich. Diese Kosten muss der Fonds dann erst einmal für den Anleger erwirtschaften, bevor eine Rendite erzielt werden kann. Daher empfiehlt sich diese Kaufmöglichkeit, wenn überhaupt, nur für Anleger mit einem langen Anlagehorizont.

Bei offenen Immobilienfonds ist der Erwerb von Beteiligungen theoretisch jederzeit möglich, da die Stückzahlen für ausgegebene Anteile prinzipiell unbegrenzt sind. 2017 entschieden sich jedoch eine Reihe von offenen Immobilienfonds aufgrund der immensen Nachfrage vorerst keine neuen Anteile zu veräußern. Außerdem kann es passieren, dass offene Immobilienfonds aufgrund mangelnder Liquidität zwangsweise geschlossen werden, wie nach der Finanzkrise beispielsweise KanAm Grundinvest und SEB Immoinvest.

Offene Immobilienfonds indirekt kaufen

Alternativ können die Anteile offener Immobilienfonds auch über die Börse erworben werden. Auf diesem Weg ist es manchmal möglich den Ausgabeaufschlag zu umgehen oder nur einen Bruchteil der Kosten übernehmen zu müssen. Es kann sich also lohnen, Anteile indirekt zu erwerben. Dabei sollte man jedoch die Gebühren bedenken, die wiederum bei einem Wertpapierkauf über die ausführende Depotbank oder den Broker fällig werden.

Die Anteile an offenen Immobilienfonds werden an der Börse wie Aktien gehandelt, dass heißt ihr Preis wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Aus diesem Grund weisen offene Immobilienfonds neben dem von der Fondsgesellschaft veröffentlichten und durch Gutachter ermittelten Wert einen weiteren Kurs auf, zu dem sie an der Börse gehandelt werden. Meist weicht der Börsenkurs von dem Wert ab, den die Fondsgesellschaft ermittelt hat. Deshalb ist es besonders wichtig, sich über die Rücknahmepreise der Fondsgesellschaften zu informieren, um den Erwerb überteuerter Wertpapiere zu vermeiden. Eine Alternative zu Immobilienfonds ist das Immobilien Crowdinvesting. Hier investieren viele Privatanleger gebührenfrei in einzelne Immobilienprojekte und erhalten so bis zu 7,5 % Zinsen pro Jahr.

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