In Kryptowährungen investieren: Alles was Sie wissen müssen

Lana Iliev, 05.12.2018

Bitcoin, Ethereum, Monero, IOTA — Kryptowährungen sind in den Medien allgegenwärtig. Spektakuläre Erfolgsgeschichten und Millionengewinne wurden vermeldet — aber ist es ratsam in das virtuellen Geld zu investieren und handelt es sich hier um ein neues Finanzinstrument?

Was ist eine Kryptowährung?

‚Kryptowährung‘ (engl. ‚Cryptocurrency‘) ist der Überbegriff für virtuelle Währungen, die als digitales Mittel der Zahlung fungieren können. Für die Bezahlvorgänge werden dabei keine Banken benötigt. An die Stelle von Finanzinstituten tritt ein dezentrales Netzwerk, das Transaktionen verwaltet und neue Währungseinheiten generiert. Möglich macht das die Blockchain-Technologie, die jeder Kryptowährung zugrunde liegt.

Die Vorsilbe ‚Krypto‘ stammt von dem Begriff der Kryptographie, die sich als Teilgebiet der Informatik mit der Verschlüsselung geheimer Daten beschäftigt.

Eine Blockchain wird oft als „kollektives Buchführungssystem“ bezeichnet, denn sie enthält verschlüsselte Informationen über jegliche Transaktionen, die mit einer bestimmten Kryptowährung durchgeführt wurden. Dabei liegen die Daten nicht auf einem zentralen Server, sondern auf den Rechnern einer Vielzahl von Personen, die sie verwalten.

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Jeder kann Teil dieses dezentralen Netzwerks werden und Rechenleistung zur Verfügung stellen, um die Datenkette weiterzuführen. Belohnt wird das durch den Erhalt von Währungseinheiten (‚Token‘ oder ‚Coin‘) der entsprechenden Kryptowährung. Dieser Prozess wird als ‚mining‘ (engl. für ‚schürfen‘ oder ,fördern’) bezeichnet.

Ist eine Transaktion einmal in der Blockchain festgeschrieben, kann sie nicht mehr geändert werden. Dadurch wird jede Transaktion mit Kryptowährungen abgesichert und einzelne Währungseinheiten können nicht mehrmals benutzt werden. Aus diesem Grund braucht es keine Finanzinstitute mehr, die bei monetären Transaktionen bisher stets zwischengeschaltet waren.

Warum gibt es Kryptowährungen?

Das Ziel der ersten Kryptowährung, dem Bitcoin, war schlicht ein Bezahlsystem zu erschaffen, dass ohne Finanzinstitute funktioniert, um Konsumenten ein gewisses Maß an informationeller Selbstbestimmung und Anonymität zu ermöglichen. Dadurch wurde der Bitcoin in den vergangenen Jahren aber auch für Zahlungen im Bereich der Illegalität genutzt. Inzwischen wurde die zugrunde liegende Blockchain-Technologie jedoch erweitert und verbessert, sodass Kryptowährungen für mehr als Geldtransaktionen genutzt werden können, da sie eine sichere, schnelle und kosteneffiziente Alternative für die Übertragung sensibler Daten darstellt.

Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen nutzt in einem Pilotprojekt beispielsweise die Ethereum-Blockchain, um Ressourcen an Flüchtlinge zu verteilen. Die Organisation gibt Lebensmittelcoupons über die Blockchain aus und Betroffene können in einem Flüchtlingscamp per Iris-Scan bezahlen. Auf diesem Weg kommen die finanziellen Mittel unmittelbar bei den Bedürftigen an und Korruption stellt kein Problem mehr für die Organisation da.

Welche Kryptowährungen gibt es?

Im Jahr 2009 entstand die erste und wohl bis heute bekannteste Kryptowährung: Bitcoin. Gemessen an der Marktkapitalisierung ist der Kryptoerstling bis heute zudem die größte virtuelle Währung. Als zweit- und drittgrößte Kryptowährung folgen derzeit Ethereum und Ripple.

Insgesamt gibt es inzwischen jedoch über 2.000 unterschiedliche Kryptowährungen weltweit und gefühlt wächst die Anzahl der virtuellen Währungen täglich. Doch warum gibt es überhaupt so viele Arten?

Verbesserte Technologie

Zunächst wurde die Blockchain-Technologie seit dem erscheinen des Bitcoins inzwischen verbessert und weiterentwickelt. Das ebnete den Weg für Coin-Alternativen, die dem Bitcoin gegenüber viele Vorteile bieten und eigene Schwerpunkte besitzen.

So ist Litecoin beispielsweise schneller als Bitcoin, mit Ethereum lassen sich nicht nur Transaktionen von Coins durchführen, sondern auch Verträge, sogenannte ‚Smart Contracts‘, schließen und Ripple soll von Banken genutzt werden, um reguläre Überweisungen zu beschleunigen.

Bitcoin-Boom und Kryptowahnsinn

Zum technologischen Fortschritt, kam der Bitcoin-Boom im Jahr 2017. Mitte Dezember war ein einzelner Bitcoin fast 20.000 $ wert. Inzwischen ist der Wert wieder stark gesunken, doch der rekordverdächtige Vermögenswert der alternativen Währung machte den Markt besonders interessant für Spekulationen und schaffte Anreize neue Kryptowährungen zu entwickeln.

Stetig entstehen neue Ideen und Geschäftsmodelle für Kryptogeld. Ob Kryptowährungen, die an Diamanten („Carat“) oder Öl („Petro“) gekoppelt sind, Coins, die als Belohnung für gute Taten vergeben werden („Hullcoin“), oder eine Währung, die einfach nur eine Parodie auf den Bitcoin ist („Dogecoin“) — der Phantasie scheinen keine Grenzen gesetzt.

Wie funktioniert eine Kryptowährung als Zahlungsmittel?

Mit Bitcoin, Ethereum & Co. im Supermarkt Kaffee und Toastbrot kaufen? Das hat sich bisher zwar nicht durchgesetzt, möglich wäre es aber prinzipiell schon.

Kryptogeld als reguläres Mittel zur Zahlung zu nutzen ist bisher jedoch recht problematisch, da es keine festen Wechselkurse gibt und die Kurse sehr stark schwanken. Insofern wäre es beispielsweise für den Einzelhandel eher riskant, Kryptowährungen zu akzeptieren.

Bisher werden die virtuellen Münzen somit hauptsächlich in sogenannten ‚Wallets‘, digitalen Geldbörsen, sicher abgespeichert. Die starken Kursschwankungen machen Kryptowährungen zu einem interessanten, aber eben auch riskanten Spekulationsobjekt.

Wie kann investiert werden?

Derzeit liegt die Gesamtmarktkapitalisierung aller Kryptowährungen gemessen in Euro im dreistelligen Milliardenbereich und wo so viel Kapital in Umlauf ist, da lässt sich auch Geld anlegen. Der spektakuläre Preisanstieg des Bitcoins im Jahr 2017 machte Kryptowährungen zu Spekulationsobjekten und lockte zahlreiche Zocker an.

Eine Kryptowährung lässt sich wie Fiatgeld, also wie mit einem Tauschmittel ohne inneren Wert, handeln. Ähnlich dem Devisenhandel werden Kursschwankungen genutzt, um Kapital zu vermehren. Dabei gibt es hier aber eben keine Zentralbanken, Finanzaufsichten oder staatliche Regulierungen, die die Geldmenge überwachen und intervenieren, wenn sich der Markt aufheizt.

Zudem gibt es verschiedene Möglichkeiten über die Börse indirekt in Kryptogeld zu investieren. Seit Dezember werden an der Chicagoer Börse Bitcoin-Futures gehandelt, mit denen Börsianer auf Kursschwankungen des Bitcoins wetten können. Zudem wird immer wieder versucht einen entsprechenden ETF auf den Markt zu bringen. Bisher wurde ein solches Finanzprodukt durch die amerikanische Börsenaufsicht jedoch nicht zugelassen.

Zudem besteht die Möglichkeit in Aktien von Unternehmen, die im Bereich Kryptowährungen tätig sind, zu investieren. Beispielsweise in die Bitcoin Group, die den Online-Handelsplatz www.bitcoin.de verwaltet.

Letztendlich gibt es auch die Möglichkeit der Initial Coin Offerings (ICO). Dabei wird per Crowdfunding Kapital generiert, um eine neue Kryptowährung auf den Markt zu bringen. Das Kapital der Investoren wird dann in der neu geschaffenen Währung zurückgezahlt, wenn diese auf den Markt kommt.

Welche Risiken birgt der Kryptomarkt?

Wer in Kryptowährungen investiert, der sollte sich der immensen Risiken bewusst sein, die der junge, unregulierte Markt mit sich bringt. Bisher kann niemand prognostizieren, wie sich die virtuellen Devisen entwickeln werden.

Gerade beim Handeln besteht stets das Risiko eines Totalverlusts, denn der Kurswert einer Kryptowährung basiert allein auf der Nachfrage nach den Coins und kann jederzeit ins Bodenlose fallen. Sie sollten also wirklich nur investieren, wenn Sie auf das investierte Kapital auch verzichten können.

Kein Anlegerschutz

Die Tatsache, dass sich Kryptowährungen von Natur aus jeder Regulierung durch Finanzinstitute und Staaten entziehen, bedeutet konsequenterweise auch, dass es keinerlei Anlegerschutz gibt. Seien Sie sich bewusst, dass Sie niemand über die Risiken Ihres Handelns aufklären wird und informieren Sie sich ausführlich.

Hohe Volatilität

Prinzipiell basiert der Wert einer Kryptowährung wie bei Fiatgeld auf Vertrauen. Während Euro, Dollar und Co. jedoch von Zentralbanken und Staaten überwacht und abgesichert werden, steht hinter einer Kryptowährung lediglich ein technisches System, für das die Stabilität der Währung keine Rolle spielt.

Zwischen Januar und April 2018 verloren sämtliche Kryptowährungen zusammen rund 70 % ihrer Marktkapitalisierung. Zunehmende Regulierungsversuche verschiedener Staaten, wie z.B. Südkorea, verunsicherten die Anleger und brachten sie dazu Milliarden aus dem aufgeheizten Kryptomarkt abzuziehen. Die Kurse der einzelnen Währungen brachen in der Folge ebenso schnell ein, wie sie gestiegen waren.

Kryptowährungen sind extrem volatil und die Kurse verändern sich in radikaler Geschwindigkeit. Wer also wirklich mit Kryptogeld handeln möchte, muss nicht nur Kapital, sondern auch sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit in seine Geldanlage investieren. Wenn Sie bei Kursschwankungen im zweistelligen Bereich pro Tag einen kühlen Kopf behalten können, ist ein Investment in Kryptowährungen eventuell eine interessante, spekulative Ergänzung zu den anderen Geldanlagen in Ihrem Portfolio.

Kursmanipulation

Personen, die im Besitz sehr vieler Währungseinheiten sind, könnten diese nutzen, um die Kurse zu ihrem Vorteil zu manipulieren. Im Bereich der Kryptowährungen gibt es weder Gesetze, die dies verbieten, noch Kontrollinstanzen, die solche Vorgehensweisen verhindern.

Kryptogeld in Fiatgeld umtauschen

Kryptowährungen können nicht ohne weiteres in Euro oder Dollar umgetauscht werden, denn es gibt keine stabilen Wechselkurse. Meist müssen Sie Ihre Coins erst in eine der größeren Kryptowährungen wie Bitcoin umtauschen, um sie dann für Euro verkaufen zu können. Teilweise dauert eine Transaktion jedoch recht lang, weil die Blockchain überlastet ist. In der Zeit, in der Sie auf eine Transaktion warten, können die Kurse aufgrund der hohen Volatilität fallen und sie verlieren Geld. Hinzu kommt, dass Ihnen nichts anderes übrig bleibt, als sich auf die Wechselkursangaben der Händler zu verlassen. Auch diese unterliegen keinerlei Kontrollen.

Kriminalität und Diebstahl

Da Kryptowährungen Anonymität gewährleisten, ist nicht unbedingt nachvollziehbar, wer sie besitzt. Das macht sie zur perfekten Beute für Cyberangriffe. Im Januar 2017 fand der bisher wohl größte Raubzug statt: Hacker erleichterten die japanische Kryptobörse Coincheck respektive deren Kunden um 500 Mio. NEM, zu diesem Zeitpunkt umgerechnet etwa 500 Mio. €.

Softwarefehler

Die älteste Blockchain gibt es seit 2009 und seitdem arbeitet sie vor sich hin. Bisher kam es zweimal zu Störfällen, die Auswirkungen auf die Blockchain und den damit zusammenhängenden Bitcoin hatten. Ob sich dies in Zukunft wiederholen könnte oder gar weitreichende Fehler auftreten könnten, ist bisher nicht absehbar.

Stromverbrauch

Neben den drastischen Anlegerrisiken, zeichnen sich Kryptowährungen durch einen weiteren Nachteil aus: Ihre Verwaltung und Generierung benötigt massive Strommengen.

Kryptowährungen: ein neues Finanzinstrument?

Es hat den Anschein, dass die Kryptotechnologie viele Potenziale in sich trägt. Zu diesem Schluss kommt auch eine Studie des Hasso-Plattner-Instituts aus dem Jahr 2018. Welche Rolle Kryptowährungen jedoch spielen werden und ob sich eine der über viertausend, die es zurzeit gibt, besonders hervortun wird, weiß momentan niemand.

Generell ist zum jetzigen Zeitpunkt von einem ernsthaften und großen Investment in Kryptowährungen abzuraten. Denn das Ganze gleicht bisher mehr einem Spielkasino, als einer Geldanlage.

Die zunehmende Digitalisierung hat neben Kryptowährungen jedoch auch weitere Formen des Investments hervorgebracht. Eine davon ist das Immobilien-Crowdinvesting bei dem ein klassisches Anlageinstrument mit einer digitalen Plattform kombiniert wird. Durch die Nutzung der Plattform können Privatanleger schnell, unkompliziert und ohne Kosten in Mezzanine-Kapital investieren, eine Anlageklasse, die bis dato lediglich Großanlegern vorbehalten war.

BERGFÜRST ist eine solche Online Plattform, die sich auf Crowdinvesting-Projekte im Immobilienbereich spezialisiert hat. Bereits ab 10 € können Anleger in Immobilienprojekte investieren und mit einer festen Verzinsung von 5,0 % bis 7,0 % p.a. rechnen.

Dabei handelt es sich hier im Gegensatz zu Kryptowährungen nicht um einen unregulierten Markt, denn in den vergangenen Jahren wurden zunehmend Gesetze zum Crowdinvesting erlassen. Darüber hinaus sind Crowdinvesting-Plattformen inzwischen dazu verpflichtet Informationsblätter (VIB) auszugeben, die durch die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) gestattet werden.

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