Geldanlage für Kinder

Geldanlage für Kinder – 5 Möglichkeiten

Lana Iliev, 04.01.2019

Kinder sind teuer: Laut Statistischem Bundesamt kostet ein Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres durchschnittlich 130.000 €. Anschließend folgen Studium oder Ausbildung und erfordern finanzielle Unterstützung bis der Nachwuchs auf eigenen Beinen steht. Umso besser wenn Eltern, Großeltern oder Paten etwas angespart haben, womit sich die Ziele der Kinder realisieren lassen.

Doch eine sinnvolle Geldanlage für Kinder in Zeiten der Niedrigzinsphase zu finden, gestaltet sich schwieriger denn je. Gerade der Klassiker Sparbuch macht derzeit einfach keinen Sinn. Lesen Sie hier, welche Alternativen es gibt und welche Investitionen sich für Kinder lohnen.

Sparen für Kinder: wichtige Kriterien

Bevor Sie loslegen und mit dem Sparen für den Nachwuchs beginnen, sind ganz grundsätzliche Fragen zu klären:

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  1. 5,0 – 7,0 % Zinsen pro Jahr
  2. Laufzeiten von 1 bis 5 Jahren
  3. Kostenlose Registrierung

Wie hoch darf das Risiko sein?

Natürlich sollte eine Geldanlage für Kinder möglichst so sicher wie möglich sein. Doch in Zeiten niedriger Zinsen lassen sich mit Sparkonten, die unter die gesetzliche Einlagensicherung fallen, eigentlich keine Renditen erzielen, die die Inflation ausgleichen. Daher verliert das angesparte Geld real an Wert.

Ziehen Sie deshalb ein wenig Risiko in Erwägung, aber schützen Sie die Investition durch eine ausreichende Risikostreuung ab. Der beste Weg ist eine durchdachte Kombination aus renditestarken und risikoarmen Investitionen.

offene Kredite

Tilgen Sie offene Kredite zunächst, bevor Sie mit einer Geldanlage für Kinder beginnen. Die Zinsen, die Sie auf die Kapitalanlage erhalten, werden die hohen Kreditzinsen kaum ausgleichen. Außerdem möchten Sie Ihren Kindern sicher keine Schulden hinterlassen.

Handelt es sich um eine Einmaleinlage oder regelmäßig einzuzahlende Raten?

Möchten Sie einen bereits vorhandenen, größeren Betrag für das Kind zur Seite legen, kleinere Geldgeschenke, die im Laufe der Zeit anfallen, sicher verwahren oder gezielt beginnen zu sparen?

Für letzteres sollten Sie Sparpläne in Betracht ziehen. In einen Sparplan zahlen Sie regelmäßig einen selbst gewählten Betrag ein und können so über die Jahre hinweg eine stattliche Summe ansparen. Handelt es sich um Summen, die bereits vorhanden sind, lohnt sich eine fixe Investition. So binden Sie das Geld zwar über einen längeren Zeitraum, erzielen aber auch eine bessere Rendite. Dennoch sollten Sie das gesamte Geld nie in ein einziges Anlageprodukt investieren.

Auf den Namen des Kindes sparen oder im eigenen Namen?

Manche Geldanlagen wie beispielsweise Sparkonten bieten die Option offiziell dem Kind zugeschrieben zu werden. Das hat Vor- und Nachteile:

Vorteile Nachteile
Mündelsicherheit Die Kapitalanlage gilt als mündel- sicher. Das bedeutet, sie gehört per Gesetz dem Kind und darf nur für das Kind verwendet werden bzw. von ihm, sobald es 18 Jahre alt ist. Sollten Sie das Geld (zum Beispiel aufgrund eines Notfalls) wider Erwarten doch anderweitig nutzen, würde dies als Betrug gelten.
Steuervorteile Läuft die Geldanlage auf den Namen des Kindes, gilt sie auch steuerlich als dessen Eigentum. So lässt sich der Steuerfreibetrag des Kindes nutzen. Der gesamte Freibetrag ist dabei frei verfügbar, da das Kind kein Einkommen bezieht. Ist die Geldsumme, über die das Kind verfügt, zu hoch, kann es passieren, dass es nicht mehr kostenlos durch die Krankenkasse der Eltern mitversichert werden darf.
Zudem könnte dem Kind zu einem späteren Zeitpunkt ein bestehender BAföG-Anspruch aufgrund seines Sparvermögens verweigert werden.
Kontrolle Ein Auszahlungsplan kann gegebenenfalls verhindern, dass das Kind das angesparte Vermögen sofort verprasst, sobald es das 18. Lebensjahr überschritten hat. Dennoch gilt: Sobald das Kind 18 Jahre alt und damit volljährig ist, haben die Eltern keinerlei Einfluss darauf, wofür das Kind das angesparte Vermögen verwendet.

5 Möglichkeiten der Geldanlage für Kinder

1 | Der Klassiker: Das Sparbuch

Generell sind Sparbücher derzeit keine gute Idee. Die Zinsen sind so niedrig, dass sie unterhalb der Inflationsrate liegen. So schwindet der reale Wert des Geldes und am Ende bleibt von dem Sparbetrag weniger übrig, als eingezahlt wurde. Es gibt jedoch einzelne Sparbuch- und Sparkonto-Angebote extra für Kinder, die mit Zinsaufschlägen oder Bonuszahlungen locken.

Die Zinsen auf solche Angebote sind dabei oft gedeckelt. So erhalten Sie beispielsweise 3 % Zinsen auf die ersten 500 €, während alles oberhalb dieser Summe unterirdisch verzinst wird. In bestimmten Fällen kann ein solches Sparbuch aber dennoch Sinn machen, zum Beispiel um kleinere monetäre Geschenke sicher zu verwahren.

Aber Vorsicht: Banken können die Verzinsung des Sparbuchs verändern. Sollten die Zinsen gesenkt werden, finden Sie schleunigst eine Alternative, um das Sparvermögen nicht noch schlechter verzinst zu wissen.

2 | Tagesgeld für Kinder

Tagesgeldkonten bieten eine sehr hohe Flexibilität. Hier sollte sich Geld befinden, das zeitnah benötigt wird. Rückt also der 18. Geburtstag des Kindes näher, macht es Sinn das Kapital aus langfristigen Geldanlagen auf ein Tagesgeldkonto umzuschichten, sodass es bald verfügbar ist.

Auch kleinere Geldgeschenke lassen sich zunächst auf einem Tagesgeldkonto parken. Sobald sich eine größere Geldsumme angesammelt hat, sollte diese jedoch unbedingt anderweitig angelegt werden.

3 | Festgeld für Kinder

Auf einem Festgeldkonto kann hingegen auch eine größere Summe hinterlegt werden. Die Zinsen sind hier höher als beim Tagesgeld. Dafür ist Festgeld (wie der Name schon sagt) auch weniger flexibel. Derzeit sind jedoch auch Festgeld-Zinsen vom allgemein niedrigen Zinsniveau betroffen. Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren sind derzeit nicht empfehlenswert, da Sie von einer Zinsanhebung nicht profitieren würden.

4 | ETF-Sparplan für Kinder im Junior-Depot

Aktien sind eine Geldanlage-Option für Kinder, auch wenn sich viele Menschen aufgrund der Volatilität von Wertpapieren nicht an die Börse trauen. Doch gerade bei einem langfristigen Anlagehorizont lassen sich Wertschwankungen gut ausgleichen und letztendlich eine höhere Rendite erwirtschaften als mit risikoarmen Investments.

Junior-Depots

Ein Junior-Depot ist ein Bankkonto, das Wertpapiere wie beispielsweise Aktien oder Fondsanteile enthält. Da es speziell für Kinder ist und in deren Namen geführt wird, dürfen hochriskante, spekulative Wertpapiere nicht aufgenommen werden.

Der risikoärmste Weg in Aktien zu investieren führte dabei in der Vergangenheit über ETF (Exchange Traded Funds). Damit sind passiv gemanagte Fonds gemeint, die einen Index wie beispielsweise den DAX (Deutscher Aktienindex) nachbilden. Investieren Sie in einen ETF, investieren Sie automatisch in mehrere Aktientitel und erhöhen so die Risikostreuung. Zudem sind die Gebühren für ETF deutlich geringer als für klassische Aktienfonds.

Durch die Nutzung eines Sparplans lassen sich Börsenschwankungen zusätzlich ausgleichen, denn hier kommt der sogenannte Durchschnittskosteneffekt (Cost-Average-Effekt) zum tragen. Mit den regelmäßigen Sparplan-Einzahlungen werden in Zeiten eines Börsentiefs automatisch mehr Anteile gekauft, da diese günstiger sind. Während eines Börsenhochs hingegen sind es automatisch weniger, denn die einzelnen Anteile sind teurer. Im Laufe der Zeit kaufen Sie daher zum Durchschnittspreis ein.

Ein ETF-Investment rentiert sich jedoch lediglich bei einem langfristigen Anlagehorizont. Denn die Anteile dürfen auf gar keinen Fall in Zeiten schlechter Börsenkurse verkauft werden. Sollten Sie also kurzfristig für Ihr Kind sparen, sind ETF keine gute Option. Außerdem bleibt das Risiko, dass Ihr Kind in einem Börsencrash volljährig wird und die ETF-Anteile mit Verlust verkauft bzw. verkaufen muss.

5 | Immobilien-Crowdinvesting mit BERGFÜRST

Eine mittelfristige aber dennoch renditestarke Alternative bietet das Immobilien-Crowdinvesting bei BERGFÜRST. Bei festen Laufzeiten von einem bis fünf Jahren erhalten Anleger 5,0 % bis 7,0 % Zinsen pro Jahr. Dabei fallen Crowdinvesting-Beteiligungen ebenso wie ETF-Anteile nicht unter die gesetzliche Einlagensicherung.

Beim Immobilien-Crowdinvesting investiert eine große Gruppe von Privatanlegern gemeinsam über eine Internetplattform in Immobilienprojekte und stellt so Mezzanine-Kapital zur Verfügung. Damit können Privatanleger nun in eine Anlageklasse investieren, die lange lediglich Großinvestoren zugänglich war.

Zudem ist BERGFÜRST auch eine gute Ergänzung zu einem Investment in ETF. Denn durch das geringe Mindestanlagevolumen von gerade einmal 10 € lässt sich das Portfolio einfach um die Anlageklasse Immobilien erweitern. Alternativ kann auch der RelaxSparplan genutzt werden, um monatlich für die Zukunft des Kindes zu sparen.

Es ist nicht möglich ein BERGFÜRST-Depot im Namen Ihres Kindes zu eröffnen. Sie können aber ein Konto führen, das bei Vollendung des 18. Lebensjahres auf Ihr Kind übertragen wird.

Geldanlagen für Kinder im Überblick:

Sparbuch Tagesgeld Festgeld ETF Immobilien Crowdinvesting
Rendite * gering gering gering mittel bis hoch mittel bis hoch
Risikoprofil sicherheitsorientiert sicherheitsorientiert sicherheitsorientiert renditeorientiert renditeorientiert
Anlagehorizont kurzfristig kurzfristig mittel- bis langfristig mittel- bis langfristig mittelfristig
Einmalzahlung
Sparplan
Geldanlage im Namen des Kindes
Geldanlage im eigenen Namen **

* Die Angabe der Rendite basiert auf Entwicklungen der Vergangenheit und kann künftig anders ausfallen

** Rentiert sich nur, wenn spezielle Kinder-Angebote zu Sonderkonditionen genutzt werden

Welche Geldanlagen Sie für Kinder meiden sollten

Die Stiftung Warentest rät von Ausbildungsversicherungen als Geldanlage für Kinder ab. Dabei handelt es sich um Versicherungspolicen mit hohen Kosten und wenig Flexibilität. Dasselbe gilt auch für Schutzbriefe. Generell raten Verbraucherschützer dazu, sparen und versichern zu trennen, da Kombiprodukte meist schlechtere Konditionen aufweisen.

Auch ein Bausparvertrag ist als Geldanlage für Kinder schlecht geeignet. Ein Bausparvertrag rentiert sich meist nur, wenn zukünftig wirklich ein Eigenheim gebaut werden soll und wer kann schon wissen, ob ein Kind das irgendwann möchte? Zudem sind die Zinsen hier derzeit ebenfalls niedrig.

Auch mit klassischen Banksparplänen lassen sich derzeit aufgrund der Niedrigzinsphase nur eine sehr geringe Verzinsung erwirtschaften.

5 abschließende Tipps zur Geldanlage für Kinder

1 | Sicherheit und Realzins beachten

Die Sicherheit der Investition für das Kind ist von äußerster Wichtigkeit, aber rechnen Sie auch nach, ob die Investition noch Rendite einbringt, wenn Sie die Inflation abziehen.

2 | Früh anfangen

Je früher Sie anfangen, desto mehr profitieren Sie vom Zinseszinseffekt. Zudem ermöglicht Ihnen ein langer Zeitraum an der Börse zu investieren und Wertschwankungen auszugleichen.

3 | Macht es wirklich Sinn im Namen des Kindes zu investieren?

Sie sparen zwar Steuern, aber überlegen Sie genau, welche Nachteile sich für das Kind im Hinblick auf Krankenversicherung und BAföG ergeben könnten. Hier ist die Höhe der Einzahlungen und der Anlagezeitraum maßgeblich.

4 | Sparen Sie konsequent

Bauen Sie das Sparvermögen für das Kind konstant auf und sparen regelmäßig, indem Sie Sparpläne nutzen oder einen Dauerauftrag einrichten.

5 | Schichten Sie die Geldanlage um, wenn das Kind älter wird

Rückt der 18. Geburtstag des Kindes näher, beginnen Sie frühzeitig die Investition auf sichere Sparkonten umzuschichten, damit das Geld verfügbar ist.

 

Bild-Copyright: Gelpi / Shutterstock.com

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