Risiken beim Crowdinvesting

5 Risikofaktoren beim Crowdinvesting, die Sie kennen sollten

Valeria Nickel, 13.07.2017

Die wohl größte Sorge von Anlegern ist das Risiko der gewählten Geldanlage. Viele Anleger haben mit „Crowdinvesting“ noch keine Erfahrung gemacht. Wie groß ist das Risiko bei dieser modernen Anlageform wirklich?

Beim Immobilien-Crowdinvesting sind Sie der Kreditgeber für eine Immobiliengesellschaft. Und Kredite sind nun mal mit einem Ausfallrisiko verbunden. Deshalb sind Crowdinvesting-Projekte generell riskanter als beispielsweise Tages- oder Festgeld, vor allem weil hier der Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich ist. Auf der anderen Seite wird dieses Risiko durch deutlich höhere Zinsen entschädigt.

Diese Risikofaktoren müssen Sie als Anleger kennen

  1. Einerseits liegt das Risiko in der Finanzierungsart an sich. Im Gegensatz zu Tages- oder Festgeld greift bei Crowd-Darlehen im Fall der Fälle nicht die gesetzliche Einlagensicherung, sodass Sie als Anleger Ihr Geld nur nach einem Insolvenzverfahren zurück bekommen können. Vor allem die im Crowdinvesting weit verbreiteten Nachrangdarlehen machen es den Crowd-Anlegern aber schwer, etwas zurückzubekommen, da sie erst ganz am Ende bedient werden. Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, hat BERGFÜRST auch besicherte Bankdarlehen in seine Produktpalette aufgenommen. Diese können z. B. mit Grundbucheintragungen, persönlichen Bürgschaften und/oder Abtretungen von Mieteinnahmen besichert werden. Dadurch stehen die Anleger nicht mehr am Ende der Nahrungskette.
  2. Ein unscheinbarer, aber großer Unterschied: Zwischen Bestands- und Projektimmobilien liegen Welten, was das Risiko angeht. Bestandsimmobilien sind abgeschlossene Immobilienprojekte. Hier entsteht Finanzierungsbedarf, weil Modernisierungsmaßnahmen notwendig sein können oder auch weil Eigenkapital durch Refinanzierung freigesetzt werden soll. Dabei fallen die sonst üblichen Planungs- und Bauphasen weg, denn die Objekte stehen schon fertig da und befinden sich dazu meist in einer gewachsenen Umgebung mit einer vernünftigen Infrastruktur. Dies bietet Anlegern einen gewissen Grad an Sicherheit. Bei Projektimmobilien kann der Anleger noch nicht auf gesicherte Daten über den späteren Erfolg des Projekts zurückgreifen und muss auf einen störungsfreien Ablauf der Bauarbeiten vertrauen. Er ist folglich auf die Aussagefähigkeit und Plausibilität der Projektunterlagen angewiesen, die er intensiv prüfen sollte. Das Risiko ist hier insgesamt höher.
  3. Von der Lage der (geplanten) Immobilie ist abhängig, ob am Standort das entsprechende Klientel vorhanden ist, um die erfolgreiche Vermarktung der Immobilie zu realisieren. Der Anleger sollte prüfen, welche künftigen Lagevorteile der Bauträger seinen Ertragsberechnungen zugrunde gelegt hat und wie realistisch diese sind.
  4. Intensiv sollte man sich auch über den Zustand der Immobilie auseinandersetzen. Denn hieraus können sich unvorhergesehenen Instandsetzungskosten oder Bauzeitverzögerungen ergeben, was den Erfolg des Projektes beeinflusst.
  5. Schließlich sollten Sie sich auch genau über den Empfänger der Finanzierung informieren. Wie gut sind seine Referenzen, wie hoch die Eigenkapitalanlage? Diese Angaben zum Emittenten sind wichtig, um entscheiden zu können, ob er vertrauenswürdig und in der Lage ist, sein Projekt erfolgreich zu realisieren.

Das Wichtigste für Anleger, um Risiken beim Crowdinvesting einschätzen zu können, sind ausführliche Informationen zur Anlageform, zum Objekt und zum Emittenten. Diese finden Sie jeweils in den Angebotsunterlagen und bei BERGFÜRST vor allem im Investment-Memorandum, das alle Risiken detailliert auflistet. Noch mehr als auf die absolute Sicherheit eines einzelnen Projektes kommt es für Anleger aber immer auf das Maß der Diversifikation an. Das Anlagerisiko kann durch Streuung des Vermögens in verschiedene Projekte minimiert werden.

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