BERGFÜRST

Wie Crowdinvesting Ihnen den Zugang zu einer professionellen Anlageklasse öffnet

Valeria Nickel, 22.08.2017

Nachdem wir in der Einleitung Crowdinvesting als alternative Anlagemöglichkeit vorgestellt haben, geht es in diesem Beitrag um die Idee hinter dem Crowdinvesting-Prinzip oder die Frage: „Wie kann ich als Privatanleger wie die ‘Profis’ investieren und von einer Anlageklasse profitieren, zu der nur Großinvestoren Zutritt haben?“

Die Antwort liegt in der Art und Weise, wie Immobiliengesellschaften typischerweise ihre Projekte finanzieren. Entwickler bezahlen ihre Projekte nicht komplett aus eigener Tasche, sondern (fast) immer mithilfe von günstigen Bankdarlehen. Banken verdienen zwar gerne, doch sie zieren sich bei der Kreditvergabe – das Problem kennt jeder. Bei Immobilien-Krediten kommt noch hinzu, dass der Gesetzgeber den Geldinstituten vorschreibt, bestimmte Eigenkapitalquoten von den Gesellschaften zu verlangen. Unterm Strich können Banken den Immobiliengesellschaften so nur etwa 70 % des benötigten Gesamtvolumens beisteuern.

Hier kommt das Crowd-Kapital ins Spiel

Das eingesammelte Geld kann die Immobiliengesellschaft wie Eigenkapital (EK) nutzen und so zur Wahrung der EK-Quote bei der Verhandlung des Bankkredits einsetzen. Das heißt: Die Immobiliengesellschaft hat dank des Crowd-Darlehens mehr EK zur Verfügung und hat so einen größeren Handlungsspielraum bei der Verwirklichung mehrerer Projekte parallel. Da dieses Geld (Fachbegriff: Mezzanine Kapital) immens wichtig für die Initiatoren ist, bezahlen sie vergleichsweise hohe Zinsen dafür.

Extra-Info: Mezzanine-Kapital

Mezzanine Kapital ist ein Oberbegriff für alle Finanzinstrumente, die bilanziell zwischen Eigen- und Fremdkapital stehen und damit auch verwendet werden können, um die Eigenkapitalquoten zu erfüllen. Daher sind sie sehr wichtig, um die günstige Finanzierung durch eine Bank zu erhalten.

Bisher bekamen Immobiliengesellschaften das Mezzanine-Kapital von Großinvestoren:

  • Family Offices (36 %)
  • Fonds (34 %)
  • Investment-Companies (13 %) und Privat-Banken (13 %)
  • Versicherungen (4 %)

Denn nur sie konnten die großen Summen im sechs- bis siebenstelligen Bereich aufbringen – ihr Schlüssel zu einem Anlagemarkt, der auch in Zeiten niedriger Zinsen eine hohe Rendite bietet. Privatanleger mussten hier bislang leider draußen bleiben. Crowdinvesting öffnet diese Tür nun auch für Anleger, die sich auf Internetplattformen wie BERGFÜRST zusammenschließen und so gemeinsam die hohen Beträge aufbringen können.

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