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Die aktuelle Spendenaktion: „Tausendundeine Rampe für Deutschland“
Tausendundeine Rampe für Deutschland
Wir machen Deutschland rollstuhlgerecht!

Für jeweils 100€ Spendeneinsatz können wir eine mobile Rampe
für die Aktion anschaffen. Auch ein kleiner Beitrag hilft!

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"Man muss doch Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen geben, wie andere sie haben."

Dieser Artikel wurde geschrieben vonGelöschter Investor newslist.date_from21.12.2012, 09:06

Ein prominenter Unterstützer unserer Aktion "TausendundeineRampe für Deutschland" ist Star-Friseur Udo Walz. Lesen Sie hier, warum er sich engagiert. Ein Interview.

BERGFÜRST: Würden Sie Ihre Salons barrierefrei und rollstuhlgerecht ausstatten?

Walz: Das ist doch so selbstverständlich wie das Amen in der Kirche. Man muss doch Menschen mit Behinderungen die gleichen Chancen geben, wie andere sie haben. Alle Menschen sollten die Chance haben einzukaufen oder sich die Haare machen zu lassen.

BERGFÜRST: Welche Maßnahmen haben Sie durchgeführt, um barrierefrei zu werden?

Walz: Wir haben unsere Salons von Anfang an - also schon vor mehr als 20 Jahren - rollstuhlgerecht ausgestattet. In den Salons ist alles ebenerdig, d.h. für Rollstuhfahrer zugänglich. Mit einem Fahrstuhl erreicht man die Behindertentoilette in der ersten Etage. Und die Haarwaschbecken beinhalten keinen festen Stuhl, so dass Rollstuhlfahrer direkt an sie heranfahren und beim Waschen in ihrem Rollstuhl sitzen bleiben können.

BERGFÜRST: Was ist dabei Ihre Motivation gewesen?

Walz: Einige unserer Kundinnen sind Frauen im Rollstuhl.

BERGFÜRST: Wie sehen Sie die Bedeutung des Themas Behinderungen für die Beautyindustrie?

Walz: Aus meiner Sicht werden Menschen mit Behinderung heute genauso wahrgenommen wie Menschen ohne. Die bestehen ja nicht nur aus ihrer Behinderung, sondern haben auch andere Lebensinhalte. Auch sie wollen schön sein und gesehen werden. Die Beautyindustrie geht mittlerweile darauf ein. René Koch (Anm. der Redaktion: Star-Visagist), beispielsweise, bietet Schmink-Workshops für Blinde an.

BERGFÜRST: Viele Menschen mit Behinderungen empfinden aber, dass sie immer noch sehr einseitig wahrgenommen werden...

Walz: Viele Leute kennen vielleicht keine oder nur wenige Menschen mit Behinderungen. Für sie ist das immer noch etwas Besonderes. Sie sind im Umgang mit Menschen mit Behinderung wahrscheinlich schüchtern und trauen sich nicht, ihnen direkte Fragen zu stellen, um sie besser kennenzulernen. Ich frage Kundinnen immer direkt „Seit wann sind Sie im Rollstuhl?“.

BERGFÜRST: Wie kann hier im Umgang Verbesserung herbeigeführt werden?

Walz: Es müsste ein Gesetz geben, das vorschreibt, dass alles - Orte, Produkte, Einrichtungen, etc. - für behinderte Menschen barrierefrei und zugänglich sein muss! Dann wäre die Partizipation gewährleistet.

BERGFÜRST: Können Sie sich eine Rollstuhlrampe auch auf einem roten Teppich vorstellen?

Walz: Auf jeden Fall! Ich würde es sehr begrüßen, wenn Rollstuhlfahrer zu Premieren gehen würden. Ich gebe zu, dass ich das noch nicht erlebt habe.

BERGFÜRST: Was halten Sie von der Aktion "Tausendundeine Rampe"? Würden Sie spenden?

Walz: Ich finde die Aktion sehr wichtig. Sie bietet nicht nur direkte Hilfe, sondern schafft auch Aufmerksamkeit. Ich hatte schon lange nicht mehr so intensiv über das Problem der Unzugänglichkeit nachgedacht. Ich unterstütze die Aktion und finde, die Initiatoren verdienen enorme Anerkennung für ihr Engagement. Ich werde auch spenden - aber nicht so viel! Ich spende schon so viel für so viele gute Zwecke, ich finde es schwierig aufzuhören. Ich sollte mal zum Psychiater gehen, wahrscheinlich habe ich Schuldgefühle, weil es mir so gut geht.

Unterstützer

Samuel Koch

Samuel Koch
„Ich bitte Sie, spenden Sie eine Rampe oder bauen Sie eine für Ihr Geschäft und sagen Sie es weiter.“

Christoph Metzelder

Christoph Metzelder
„Sehr gerne unterstütze ich die Aktion Tausendundeine Rampe für Deutschland – für mehr Mobilität und Zugang für alle.“

Inka Bause

Inka Bause
„Ich bin dafür, dass jeder Mensch so selbstständig und selbstbestimmt wie möglich überall hin kommt!“

Udo Walz

Udo Walz
„Ich finde die Aktion sehr wichtig. Sie bietet nicht nur direkte Hilfe, sondern schafft auch Aufmerksamkeit.“

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