Besondere Bedingungen für die Online-Nutzung

1. Der Investor kann Geschäfte ausschließlich online in dem von der BERGFÜRST AG („BERGFÜRST") angebotenen Umfang abwickeln und Informationen von BERGFÜRST online abrufen („Online-Nutzung")

2. Voraussetzungen der Online-Nutzung

2.1. Für die Online-Nutzung benötigt der Investor einen Internetzugang und einen aktuellen Web-Browser. Beides wird nicht von BERGFÜRST bereitgestellt.

2.2. Der Investor benötigt für die Abwicklung von Geschäften über die Online-Nutzung die mit BERGFÜRST vereinbarten personalisierten Sicherheitsmerkmale und Authentifizierungsinstrumente, um sich gegenüber BERGFÜRST als berechtigter Teilnehmer auszuweisen (siehe Ziffer 2.4.) und Aufträge zu autorisieren (siehe Ziffer 2.5).

2.3. Personalisierte Sicherheitsmerkmale, die auch alphanumerisch sein können, sind:

  • Benutzername (E-Mail-Adresse),
  • Kennwort,
  • einmal verwendbare Transaktionsnummern („TAN").

2.4. Beim Einloggen in die Plattform weist sich der Investor mit seinem Benutzernamen (E-Mail-Adresse) und seinem persönlichen Passwort aus. Das Kennwort wird vom Investor gewählt.

2.5. Die TAN können dem Investor nach Wahl von BERGFÜRST auf folgenden Authentifizierungsinstrumenten zur Verfügung gestellt werden:

  • auf einer Liste mit einmal verwendbaren TAN
  • mittels eines TAN-Generators, der Bestandteil einer Chipkarte, Kreditkarte oder eines anderen elektronischen Geräts zur Erzeugung von TAN ist
  • mittels eines mobilen Endgeräts (z. B. Mobiltelefon) zum Empfang von TAN per SMS (mobile TAN)
  • auf einem sonstigen Authentifizierungsinstrument, auf dem sich Signaturschlüssel befinden.

Der Investor hat keinen Anspruch auf Wahl eines bestimmten Authentifizierungsinstruments durch BERGFÜRST.

3. Zugang zur Online-Nutzung

3.1. Der Investor erhält Zugang zur Online-Nutzung, wenn

  • er seinen Benutzername und sein Kennwort übermittelt hat,
  • keine Sperre des Zugangs (siehe Nr. 8.1 und 9) vorliegt.

3.2. Allgemeine Informationen kann der Investor auch uneingeloggt abrufen.

3.3. Nach Gewährung des Zugangs zur Online-Nutzung kann der Investor zusätzlich auch weitere, kontobezogene Informationen abrufen.

3.4. Nach Gewährung des Zugangs zur Online-Nutzung kann der Investor Aufträge erteilen, die durch eine TAN bestätigt werden müssen. Dies beinhaltet u.a. die Abgabe eines Angebotes zur Beteiligung an einem Crowdinvestingprojekt, Zeichnung von Wertpapieren, die Änderung einer Zeichnung, die Streichung bestehender Aufträge, die Erteilung von Kauf- und Verkaufsangeboten für Wertpapiere, die Streichung solcher Aufträge, die Änderung der Stammdaten und ggf. weitere Auftragsarten.

4. Sorgfaltspflichten des Investors

4.1. Der Investor ist verpflichtet, die technische Verbindung zur Online-Nutzung nur über die von BERGFÜRST gesondert mitgeteilten Online-Nutzung-Zugangskanäle (zum Beispiel Internetadresse) herzustellen.

4.2. Der Teilnehmer hat seine personalisierten Sicherheitsmerkmale geheim zu halten und nur über die Zugangskanäle Online-Nutzung bzw. Mobile-Banking an BERGFÜRST zu übermitteln sowie sein Authentifizierungsinstrument vor dem Zugriff anderer Personen sicher zu verwahren.

4.3. Insbesondere ist Folgendes zum Schutz des personalisierten Sicherheitsmerkmals sowie des Authentifizierungsinstruments zu beachten:

  • Das personalisierte Sicherheitsmerkmal darf nicht elektronisch gespeichert werden
  • Bei Eingabe des personalisierten Sicherheitsmerkmals ist sicherzustellen, dass andere Personen dieses nicht ausspähen können.
  • Das personalisierte Sicherheitsmerkmal darf nicht außerhalb der gesondert vereinbarten Internetseiten eingegeben werden (zum Beispiel nicht aufOnline-Händlerseiten).
  • Das personalisierte Sicherheitsmerkmal darf nicht außerhalb des Online-Nutzung-Verfahrens weitergegeben werden, also beispielsweise nicht per E-Mail.
  • Der Investor darf zur Autorisierung zum Beispiel eines Auftrags, zur Aufhebung einer Sperre oder zur Freischaltung einer neuen TAN-Liste nicht mehr als eine TAN verwenden.
  • Beim mobile TAN-Verfahren darf das Gerät, mit dem die TAN empfangen werden (z.B. Mobiltelefon), nicht gleichzeitig für das Online-Banking genutzt werden.

4.4. Der Investor muss die Sicherheitshinweise von BERGFÜRST zur Online-Nutzung, insbesondere die Maßnahmen zum Schutz der eingesetzten Hard- und Software, beachten.

4.5. Soweit BERGFÜRST dem Investor Daten aus seinem Online-Nutzung-Auftrag im Kundensystem oder über ein anderes Gerät des Teilnehmers (zum Beispiel Mobiltelefon, Chipkartenlesegerät mit Display) zur Bestätigung anzeigt, ist der Teilnehmer verpflichtet, vor der Bestätigung die Übereinstimmung der angezeigten Daten mit den für die Transaktion vorgesehenen Daten zu prüfen.

5. Sperranzeige

5.1. Stellt der Investor

  • den Verlust oder den Diebstahl des Authentifizierungsinstruments, die missbräuchliche Verwendung oder die sonstige nicht autorisierte Nutzung seines Authentifizierungsinstruments oder seines persönlichen Sicherheitsmerkmals oder
  • keine Übereinstimmung der von BERGFÜRST dem Investor angezeigten Transaktionsdaten mit den von ihm für die Transaktion vorgesehenen Daten

fest, muss der Teilnehmer BERGFÜRST hierüber unverzüglich unterrichten („Sperranzeige").

5.2. Der Investor kann eine Sperranzeige gegenüber BERGFÜRST über die Online-Nutzung abgeben.

5.3. Der Investor hat jeden Diebstahl oder Missbrauch unverzüglich bei der Polizei zur Anzeige zu bringen.

5.4. Hat der Investor den Verdacht, dass eine andere Person unberechtigt

  • den Besitz an seinem Authentifizierungsinstrument oder die Kenntnis seines personalisierten Sicherheitsmerkmals erlangt hat oder
  • das Authentifizierungsinstrument oder das personalisierte Sicherheitsmerkmal verwendet,

muss er ebenfalls eine Sperranzeige abgeben.

5.5. Der Investor hat BERGFÜRST unverzüglich nach Feststellung eines nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführten Auftrags hierüber zu unterrichten.

6. Sperre

6.1. BERGFÜRST sperrt auf Veranlassung des Teilnehmers, insbesondere im Fall der Sperranzeige nach Ziffer 8.1,

  • den Online-Nutzung-Zugang und/oder
  • sein Authentifizierungsinstrument.

6.2.BERGFÜRST darf den Online-Nutzung-Zugang für einen Investor sperren, wenn

  • sie berechtigt ist, den Online-Nutzung-Vertrag aus wichtigem Grund zu kündigen,
  • sachliche Gründe im Zusammenhang mit der Sicherheit des Authentifizierungsinstruments oder des personalisierten Sicherheitsmerkmals dies rechtfertigen oder
  • der Verdacht einer nicht autorisierten oder einer betrügerischen Verwendung des Authentifizierungsinstruments besteht.

6.3. BERGFÜRST wird den Investor unter Angabe der hierfür maßgeblichen Gründe möglichst vor, spätestens jedoch unverzüglich nach der Sperre unterrichten.

6.4. BERGFÜRST wird eine Sperre aufheben oder das personalisierte Sicherheitsmerkmal beziehungsweise das Authentifizierungsinstrument austauschen, wenn die Gründe für die Sperre nicht mehr gegeben sind. Hierüber unterrichtet BERGFÜRST den Investor unverzüglich.

6.5. BERGFÜRST ist berechtigt, einen Investor ohne Angabe von Gründen für den Erwerb weiterer Wertpapiere zu sperren. Dies beeinträchtigt nicht die Möglichkeit des Investors, bestehende Positionen regulär im Rahmen von Angebot und Nachfrage zu veräußern.

6.6. BERGFÜRST ist berechtigt die Funktion des Schreibens bzw. Postens von Texten und Inhalten auf der von BERGFÜRST angebotenen elektronischen Plattform für einen Nutzer einzuschränken bzw. zu sperren, sofern der Nutzer diese Funktion rechtmissbräuchlich, denunzierend oder in einer sonstigen Art und Weise nutzt, die den allgemeinen Kommunikationsregeln von BERGFÜRST widersprechen. Über solch eine Einschränkung bzw. Sperrung wird BERGFÜRST den Nutzer unverzüglich informieren.

7. Haftung

7.1. Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht autorisierten Zahlungsvorgängen und hat der Investor seine Sorgfaltspflichten nach diesen Bedingungen schuldhaft verletzt oder in betrügerischer Absicht gehandelt, trägt der Investor den hierdurch entstandenen Schaden in vollem Umfang.

7.2. Beruhen nicht autorisierte Aufträge vor der Sperranzeige auf der Nutzung eines verlorengegangenen oder gestohlenen Authentifizierungsinstruments oder auf der sonstigen missbräuchlichen Nutzung des personalisierten Sicherheitsmerkmals oder des Authentifizierungsinstruments und ist BERGFÜRST hierdurch ein Schaden entstanden, haften der Investor und BERGFÜRST nach den gesetzlichen Grundsätzen des Mitverschuldens.

7.3. Sobald BERGFÜRST eine Sperranzeige eines Investors erhalten hat, übernimmt sie alle danach durch nicht autorisierte Online-Banking-Verfügungen entstehenden Schäden. Dies gilt nicht, wenn der Investor in betrügerischer Absicht gehandelt hat.

7.4. Haftungsansprüche sind ausgeschlossen, wenn die einen Anspruch begründenden Umstände auf einem ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Ereignis beruhen, auf das diejenige Partei, die sich auf dieses Ereignis beruft, keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt von ihr nicht hätten vermieden werden können.

8.Besondere Bestimmung zur Haftung bei Zahlungsvorgängen im Rahmen von auf BERGFÜRST durchgeführten Crowdinvestingprojekten bzw. Emissionen (nachfolgend „Projekte" genannt)

8.1. Bei Zahlungsvorgängen, in welche BERGFÜRST involviert ist, gilt im Zusammenhang mit den Projekten, mit der Maßgabe, dass der Investor einen entstandenen Schaden in vollem Umfang nur dann trägt, wenn er seine Sorgfaltspflichten nach diesen Bedingungen vorsätzlich oder grob fahrlässig verletzt oder in betrügerischer Absicht gehandelt hat. Grobe Fahrlässigkeit des Investors kann insbesondere vorliegen, wenn er

  • den Verlust oder Diebstahl des Authentifizierungsinstruments oder die missbräuchliche Nutzung des Authentifizierungsinstruments oder des personalisierten Sicherheitsmerkmals BERGFÜRST nicht unverzüglich anzeigt, nachdem er hiervon Kenntnis erlangt hat (siehe Nr. 8.1 Absatz 1),
  • das personalisierte Sicherheitsmerkmal gespeichert hat,
  • das personalisierte Sicherheitsmerkmal einer anderen Person mitgeteilt oder das Authentifizierungsinstrument einem Dritten zugänglich gemacht hat und der Missbrauch dadurch verursacht wurde,
  • das personalisierte Sicherheitsmerkmal erkennbar außerhalb der gesondert vereinbarten Internetseiten eingegeben hat,
  • das personalisierte Sicherheitsmerkmal außerhalb des Online-Nutzung-Verfahrens, beispielsweise per E-Mail, weitergegeben hat,
  • Benutzername und Kennwort auf dem Authentifizierungsinstrument vermerkt oder zusammen mit diesem verwahrt hat,
  • mehr als eine TAN zur Autorisierung eines Auftrags verwendet hat,
  • beim mobile TAN-Verfahren das Gerät, mit dem die TAN empfangen werden (z.B. Mobiltelefon), auch für die Online-Nutzung nutzt.

8.2. Beruhen bei Zahlungsvorgängen im Zusammenhang mit einem Projekt auf der Nutzung eines verlorengegangenen, gestohlenen oder sonst abhandengekommenen Authentifizierungsinstruments, haftet der Investor für den BERGFÜRST hierdurch entstehenden Schaden der nicht autorisierten Aufträge vor der Sperranzeige nur bis zu einem Betrag von 150 Euro, ohne dass es darauf ankommt, ob den Investor an dem Verlust, Diebstahl oder sonstigen Abhandenkommen des Authentifizierungsinstruments ein Verschulden trifft.

8.3. Kommt es bei Zahlungsvorgängen im Zusammenhang mit einem Projekt vor der Sperranzeige zu nicht autorisierten Zahlungsvorgängen aufgrund einer missbräuchlichen Verwendung eines Authentifizierungsinstruments, ohne dass dieses verlorengegangen, gestohlen oder sonst abhandengekommen ist, haftet der Investor für den BERGFÜRST hierdurch entstehenden Schaden bis zu einem Betrag von 150 Euro, wenn der Investor seine Pflicht zur sicheren Aufbewahrung der personalisierten Sicherheitsmerkmale schuldhaft verletzt hat.

8.4. Der Investor ist nicht zum Ersatz des Schadens nach den vorstehenden Ziffern 11.2 und 11.3 verpflichtet, wenn er die Sperranzeige nicht abgeben konnte, weil BERGFÜRST nicht die Möglichkeit zur Entgegennahme der Sperranzeige sichergestellt hatte und der Schaden dadurch eingetreten ist.

9. Alle im Rahmen der Online-Nutzung entstehenden personenbezogenen Daten werden zum Zwecke der Vertragsdurchführung von BERGFÜRST erhoben, verarbeitet und genutzt.