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ZEW-Studie: Die Finanzwelt scheut die Finanzierung junger Unternehmen!

Dr. Guido Sandler 16.11.2012, 16:53

„Wir brauchen in Deutschland eine lebendige Gründungskultur. Wir brauchen kreative Startups, auch um innovative Lösungen für die großen gesellschaftlichen Herausforderungen zu finden. Startups sind der Jungbrunnen der Wirtschaft. Die SAP ist 40 Jahre alt – und das jüngste Unternehmen im  DAX.  Es ist höchste Zeit, dass diese Geschichte nicht nur wiederholt wird. Sie muss multipliziert werden. Und dazu brauchen wir junge, frische Unternehmen. Gründer, die vor lauter Ideen und Energie nur so strotzen. Und wir brauchen starke Kapitalgeber im Hintergrund, mit langem Atem und der Bereitschaft, auch schwierige Phasen durchzustehen.”

Das sage nicht ich, sondern Professor Dieter Kempf, Präsident der Bitkom, des Branchenverbandes der IT- und Telekommunikationsbranche, in der von der Telekom über SAP bis zu Siemens alle Größen des Establishments versammelt sind.

Die Untersuchung, die die BITKOM beim renommierten Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim in Auftrag gab, bringt viele neue Erkenntnisse. Und sie birgt Sprengstoff für den in dieser Woche stattfindenden IT-Gipfel der Bundesregierung. Dort steht genau das Thema, das BERGFÜRST umtreibt, auf der Agenda: Wie können wir neue Unternehmen mit neuen Ideen und Dienstleistungen mit dem nötigen Kapital ausstatten? Dafür bieten wir eine überzeugende Lösung.

IT-Gründer sind durchschnittlich 38 Jahre alt, haben meistens keinen akademischen Abschluss, agieren zumeist in München und Berlin, bauen ihr Unternehmen aus dem Cash-Flow auf und sind oft erfolgreich: 60 % sind nach drei Jahren noch am Markt aktiv. Das ist viel, vor allem wenn man weiß, dass sie ihr Geschäft aus den laufenden Einnahmen finanzieren.

Bitkom

Deutschland lebt heute von der Automobilindustrie und dem Maschinen- und Anlagenbau. Das sind Basisinnovationen aus dem 19. Jahrhundert. Auf diesem Erfolg können wir uns nicht länger ausruhen. Sondern wir müssen die gewonnene Wertschöpfung dafür nutzen, nicht in abstrakte Instrumente des Finanzmarktes zu investieren. Sondern in neue Ideen und die Menschen, die sie haben.

Unternehmen, die schnell wachsen, brauchen Kapital. Die Finanzindustrie trägt dazu heute erschreckend wenig bei 6 % des Kapitals stammen in den ersten drei Jahren von Banken, Sparkassen und Venture-Capital Unternehmen. Wenn wir einen Erfolg wie SAP nicht nur wiederholen sondern multiplizieren wollen, muss das mehr werden.

BERGFÜRST will dazu seinen Beitrag leisten: Wir bieten Gründern eine Plattform, sich Eigenkapital zu besorgen. Das brauchen sie nicht zurückzuzahlen und sie müssen dafür auch nicht das Reihenhaus der Großmutter verpfänden. Sie haben nur schon unter Beweis gestellt, dass ihre Geschäftsidee funktioniert. Und sie müssen Investoren überzeugen.

BERGFÜRST führt diejenigen, die die Innovationen und das Konzept haben, mit denjenigen zusammen, die schon mit 250,00 Euro vom Unternehmenserfolg profitieren wollen.

Crowdinvestment ist mal wieder so ein Anglizismus. Aber unser Konzept ist bodenständig, real und solide. Wie die ZEW-Studie im Auftrag der BITKOM zeigt ist es aber vor allen Dingen eins: Bitter nötig, damit wir endlich mehr innovative Unternehmen schnell wachsen sehen, die Deutschland den Wohlstand auch im 21. Jahrhundert ermöglichen, den die verdienten Pioniere des Wirtschaftswunders geschaffen haben.

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