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Crowd-Investing: Geben Sie Ihren Freunden eine Chance

Felix Riederer von Paar 09.11.2012, 16:21

Crowd-Investing ist kein Schneeballsystem. Hier gewinnen nicht nur diejenigen, die möglichst viele neue Investoren gewonnen haben. Sondern gerade auch diejenigen, die sich von ihren Freunden überzeugen lassen.

Social Media

Deshalb haben hier nur Unternehmen eine Chance, die ihre Aktionäre begeistern. Und die erzählen heutzutage nicht nur am Stammtisch davon. Social Networks bieten dem Mit-Unternehmer die Möglichkeit, sein Engagement zu kommunizieren. So wird er zum Multiplikator der Unternehmensbotschaft und zum Werbeträger. Schließlich profitiert auch der Kurs seiner Aktie vom Wertzuwachs. Und für das Unternehmen ist diese „Freundschaftswerbung” kostenlos aber nicht umsonst. Im Gegenteil: Weil der Aktionär seine Überzeugung kommuniziert, wird er ungleich glaubwürdiger wie derjenige, der seine Kontakte mit Werbung behelligt, um einen Kugelschreiber zu ergattern.

Von BERGFÜRST gibt es keine Gimmicks, Gutscheine oder sonstige Goodies. Wenn der Investor seinen Freund vom Kauf des Produktes, der Inanspruchnahme der Dienstleistung oder dem Kauf der Aktie überzeugt, dann weil er selbst sie geprüft und für gut befunden hat. Und das ist natürlich viel glaubwürdiger, als wenn der Adressat von vorneherein weiß, dass der freundschaftliche Gefallen bestenfalls im Hintergrund steht.

So teilt der innovative Investor seinen Erfolg mit seinem sozialen Umfeld und verhilft vielen zu einem Gewinn, ganz eigennützig. Das Ganze ist stets mehr als die Summe seiner Teile. Sage nicht ich, sondern der Quantenphysiker Heisenberg.

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2 Kommentare

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Dennis Bemmann

17.11.2012, 11:47

Treffende Einschätzung, Herr Dierichsweiler. Ich glaube aber, dass die Zeiten, in denen sich die Leute durch plumpe Panikmache im Web verrückt machen lassen, gerade vorbei gehen. Noch vor ein paar Jahren war das tatsächlich so: geschickte Blogger und Forumsteilnehmer konnten Schaden anrichten, weil viele Leute das geschriebene Wort per se nicht hinterfragten. Von traditionellen Medien war man eine gewisse journalistische Qualität gewohnt - und dass nicht jeder Beitrag, den irgendwer ins Internet stellt, diesen Ansprüchen gerecht wird, das war neu. Weil eben auch Social Media noch neu war. Heutzutage lassen sich die meisten Leute zum Glück nicht mehr für dumm verkaufen.

Trotzdem: in Zeiten des Web 2.0 kommt generell mehr schneller ans Tageslicht. Ein Unternehmen kann also unangenehme Tatsachen nicht mehr so einfach unter den Teppich kehren. Ungerechtfertigte Stenkereien kann ein Unternehmen ignorieren, aber gerechtfertigte Kritik kann es nicht einfach aussitzen, wenn die informierten Investoren Rechenschaft einfordern. Das schmeckt zwar nicht jedem PR-Chef, aber wir sehen es als Chance:

Hohe Transparenz und Informationsverfügbarkeit bilden eine bessere Grundlage für fundierte Investmententscheidungen. Als Plattform für selbstbestimmte Investoren muss genau dies unser Anliegen sein. BERGFÜRST wird insofern zwar moderieren wo es nötig wird, aber keinesfalls mit dem Ziel, die Diskussion in eine bestimmte Richtung zu lenken. Das würde sich die Crowd auch nicht gefallen lassen.

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Gelöschter Investor

  • Dieser Benutzer ist legitimiert.

12.11.2012, 20:35

Crowd Investment mit Social Marketing zu verbinden bietet die Chance dass sich unter den Investoren Brancheninsider treffen die eine besondere Expertise mitbringen. Damit kann das Investment einer zusätzlichen subjektiven Beobachtung ausgesetzt werden die durch mehrere Beteiligte wieder einen Grad von Objektivität erreicht. Die Risiken einer öffentlichen Bewertung durch die 'Investorengemeinde' sind jedoch auch nicht unerheblich, so kann ein Soziales Marketing ebenso schnell und ungerechtfertigt Werte vernichten. Es wird spannend sein, wie es BERGFÜRST gelingt die Chancen zu nutzen und die Risisken des Social Markting in der Crowd zu beherrschen.

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