zurück zur Übersicht

Ideen im Brutkasten

Dr. Guido Sandler 28.08.2012, 16:38

Found Fair-Initiator Burckhardt Bonello rief und die brodelnde Berliner Szene kam. Ideengeber, Unternehmensgründer und Startups trafen auf „Company-Builder” und Inkubatoren, die mehr als nur Kapital bereit halten. Expertise aus der ersten Welle der Internet-Gründungen st in einer Landschaft gefragt, die sich den Vergleich mit Silicon Valley gefallen lässt. Und die Gründer von Jamba und Co. lassen sich nicht lange bitten.

Und so war es kein Wunder, dass Found Fair ein hochkarätiges Panel präsentieren konnte. Unternehmer der ersten Internet-Stunde wie Florian Heinemann wollen aus ihrer Erfahrung Kapital schlagen. Zugunsten von neuen Ideen, Startups und Management-Teams, die nicht nur vom Kapital sondern von der Erfahrung der ersten Gründer-Generation profitieren wollen. Heiko von Dewitz von Intel Capital vertrat den Chip-Konzern, der in technologieorientierte Startups investiert. Christian Stein von Creathor Venture repräsentierte einen der größten und ältesten Venture Capital-Fonds und Torsten Oelke vertrat „You is now”, den Inkubator von Immobilienscout24.



Das ist der Humus, aus dem BERGFÜRST die ersten Unternehmen rekrutiert. Erfahrene Business Angels begleiten Entrepreneure nicht nur mit ein wenig Geld. Sondern mit Erfahrung. Sie sorgen von vornherein dafür, dass Innovation und Erfolg zusammen gehören.

Und sie profitieren natürlich vom gemeinsamen Erfolg. BERGFÜRST finanziert die Kombination aus Expertise und Innovation in der Wachstumsphase und vergrößert so die Hebelwirkung des Investments der Erstaktionäre. Das konnte ich als fünfter Teilnehmer des Panels deutlich machen.

Events wie das von Found Fair, wo BERGFÜRST auch zur „Untermiete wohnt” sind ungeheuer wichtig für die Szene Berlins, die selbst von der EU-Kommissarin Neelie Kroes für das Zentrum der innovativen Internet-Entwicklung in Europa gehalten wird. Hier treffen die Unternehmensgründer auf ihre potentiellen Paten und Finanziers. Hier werden Ideen diskutiert und Beziehungen geknüpft. Und hier entstehen so neue Strukturen, die tatsächlich zum Brutkasten neuer Unternehmen werden.

Deutlich wurde aber auch, dass nach dem Zusammenbruch der ersten Internetphase vor rund 10 Jahren immer noch nennenswertes Kapital fehlt, um die Gründer in ihrer ersten Phase zu unterstützen und zu begleiten. „Wir brauchen mehr Kapital” forderte insbesondere Heinemann, der einst Geschäftsführer von Rocket Internet war. Die Company Builder und Inkubatoren sind zu selten und die private Initiative fehlt.

Wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen, können wir in Deutschland nicht nur auf die Innovationen des 19. Jahrhunderts setzen: Automobile und Anlagenbau sind derzeit in Südostasien gefragt. Aber das alleine sichert nicht die Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand in Deutschland in den nächsten Jahrzehnten. Neue Unternehmen schaffen neue Dynamik und neue Chancen für Unternehmen, Unternehmer, Mitarbeiter und Investoren. Dafür war das Found Fair Event der richtige Anstoss.

Kommentar schreiben

Bitte anmelden, um einen Kommentar zu schreiben

Jetzt einloggen