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Good News für BERGFÜRST-Nutzer!

Dr. Guido Sandler 13.11.2014, 15:30

guido

Die Bundesregierung zieht blank: Am vergangenen Mittwoch hat sie tatsächlich im Kabinett den Gesetzentwurf zum Kleinanlegerschutz verabschiedet. Das Gesetz verfolgt das Ziel, den Schutz der Anleger zu verbessern und einen rechtlichen Rahmen für Crowdfunding/Crowdinvesting schaffen. Zudem sollen die Befugnisse der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stark ausgeweitet werden: die Prospektpflicht und die Pflicht zur Aushändigung eines Vermögensanlagen-Informationsblatts werden erweitert und bestimmte Werbe- und Vertriebsmöglichkeiten sollen unterbunden werden.

Was verändert sich jetzt für Sie als Investor bei BERGFÜRST?

Hier kommen die Good News: Nichts!

BERGFÜRST erfüllt bereits seit Unternehmensgründung die hohen Forderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin). Seit 2012 als Finanzdienstleister, seit 2014 als Bank – BERGFÜRST agiert mit Erlaubnis der BaFin.

Und nicht nur das! BERGFÜRST geht noch weiter. Um nur drei Punkte des BERGFÜRST-eigenen Regelwerks zu nennen:

  • Wir verlangen von unseren Emittenten Haltefristen ihrer Vorstände und Altgesellschafter
  • wir verlangen von den Emittenten Adhoc Publizität
  • Wir verlangen von den Emittenten die Vorlage dezidierter Business Pläne.
Lesen Sie mehr dazu im Abschnitt „Unser Angebot ist fair“.

Wir stehen mit unserem Geschäftsmodell für Transparenz. Deshalb hat die umfassende Aufklärung unserer Investoren für uns eine zentrale Schlüsselfunktion. Die konsequente Aufklärung unserer Investoren über Chancen und Risiken einer Anlage steht im Mittelpunkt unserer Bestrebungen. Wir wollen unsere Investoren nicht nur verständlich aufklären, sondern sie darüber hinaus kontinuierlich über die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen auf dem Laufenden halten. Dies gilt sowohl für unsere Unternehmensemissionen, als auch für unser gerade neu gestartetes Immobilien-Investment. So bieten wir Interessenten unseres Immobilienangebots „Middendorf Haus“ drei stabile Werkzeuge an die Hand, um sich ein detailliertes Bild von der Beteiligung zu machen:

1. einen Wertpapierprospekt
2. ein Exposé und
3. die Möglichkeit, über unsere Plattform direkt mit dem Bestandshalter der Immobilie in Kontakt zu treten.

Aus unserer Sicht greift das neu von der Bundesregierung verabschiedete Gesetz gerade hier, im Bereich der Investoreninformation, noch viel zu kurz. Es schreibt zwar vor, dass Crowdinvesting-Projekte mit einem Volumen von mehr als einer Million Euro ein Wertpapierprospekt benötigen. Doch was passiert unterhalb dieses  Investitionsvolumens? In welcher Form werden die Privatanleger dann dort informiert? Wir finden, dass auch Investoren, die kleinere Finanzierungsrunden stemmen, das Recht auf Transparenz haben! Auch in dieser Investionssparte sollten Anleger genauestens über die Kreditnehmer informiert werden. Aus unserer Sicht sollten deshalb bei allen Crowdinvesting-Projekten, auch bei denen unter der 1-Million-Grenze, Mindeststandards (siehe unten: „Welche Mindeststandards für Investment-Plattformen wichtig sind“) hinsichtlich des Informationsangebots gewährleistet sein.

Auf der anderen Seite ??ist bei der neuen Gesetzesregelung aber auch Fingerspitzengefühl gefragt. Für Jungunternehmer, Bürgerinitiativen und Minigenossenschaften müssen sinnvolle Ausnahmeregelungen geschaffen werden! Beispielsweise Bagatellgrenzen aufgrund geringer Investitionssummen. Schließlich darf das Kleinanlegerschutzgesetz das Entstehen von Startups und die Investitionsfreudigkeit der Anleger nicht ausbremsen oder gar unmöglich machen. Das täte dem Standort Deutschland nicht gut!

Unser Fazit: Das Kleinanlegerschutzgesetz sollte hinsichtlich der Informations- und Transparenzpflicht aussagekräftiger werden und sinnvolle Ausnahmeregeln für kleinere Unternehmungen gewähren.

„Welche Mindeststandards für Investment-Plattformen wichtig sind:“

  • Ausdrückliche Risikohinweise, vergleichbar mit den Anforderungen eines verschlankten Wertpapierprospektes
  • Transparente Darstellung sämtlicher anfallender Gebühren, welche im Rahmen der Emission anfallen
  • Keine unerlaubten Renditeerwartungenversprechen / suggerieren
  • Bereitstellung zentral zugänglicher Dokumente, welche für Investmententscheidungen relevant sind. Dazu gehören:

+ Businessplan, inklusive Finanzplanung aus denen Kapitalbedarf, sowie Mittelverwendung hervorgehen (Unternehmen sollten nicht unterfinanzierten in den Business Case starten, bzw. mehr Kapital als eigentlich benötigt einsammeln. / Die angestrebten Finanzierungsvolumen müssen durch einen Businessplan und eine entsprechende Planung der Mittelverwendung unterlegt sein. / Fundings dürfen dann auch nicht weiter laufen, da keine Planung für die Mittelverwendung vorliegt. / Transparentere Kommunikation des gesuchten Kapitals, sowie dessen geplanter Verwendung)

+ Historische Jahresabschlüsse

+ Management Review

  • Standardisiertes, regelmäßiges Reporting für alle gelisteten Unternehmen mit Quartalsberichten, GuV & Management Review
  • Eine jährlich stattfindende Investorenveranstaltung, vergleichbar mit einer schlanken Hauptversammlung, zur Zusammenführung von Kreditgebern und Management. Hier sollten die historischen Entwicklungen kommentiert werden und ein Ausblick für das kommende Geschäftsjahr gegeben werden, sowie die Möglichkeit gegeben sein, Investorenfragen direkt zu beantworten.
  • Sämtliche Dokumente und Informationen zu den Emittenten sollten zentral, einfach zugänglich und transparent für die Investoren bereit gestellt werden.

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1 Kommentare

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Rainer Schenk

  • Dieser Benutzer ist legitimiert.

17.11.2014, 13:38

Bergfürst verfolgt von Anfang an ein stringentes Geschäftsmodell, das eine vernünftige Mischung aus Rentabilität der Anlage und Risiko für den Kleinanleger darstellt. Die Rechtsposition des Anlegers wird im besonderen Maße berücksichtigt, was bei anderen Formen Internet basierter Finanzierungen (z.B. Crowdinvesting mittels Nachrangdarlehen, stillen Beteiligungen und partiarischen Darlehen) nicht der Fall ist. Durch den Schwerpunkt auf Teilhabe an der Wertsteigerung des Investments (über den eigenen Handelsplatz) bei gegebener fester und angemessener Basisverzinsung (Immobilie) bzw. gegebenen Dividendenansprüchen (Equity Finanzierung durch Aktienemissionen) wird die laufende Liquidität des Emittenten kaum belastet. Bei anderen Formen der digitalen Finanzierung (Crowdinvesting) kommt es schon am Anfang zu erheblichen Abflüssen an Kapital wegen weicher Kosten und Fees, bei geringer Transparenz diesbezüglich. Meines Erachtens ergeben auch die klaren Vorgaben und verwendeten Standards in der Abwicklung von Projekten ein faires Miteinander von Emittenten und Investoren bzw. Kleinanlegern. Insgesamt hat Bergfürst klassische, bewährte und vor allem klare Finanzierungsformen in die digitale Wirtschaft gelungen transformiert.

Ich kann Bergfürst mit einem guten Gefühl meinen Mandanten empfehlen.

Vielen Erfolg. Dr. Rainer Schenk, Steuerberater

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